Vitamin B2 ein Mittel gegen Migräne?

Üblicherweise erfolgt eine schulmedizinische Behandlung von Migräne mit Schmerzmitteln. Diese unterdrücken jedoch nur die Symptome, an der Ursache für die Migräneattacken ändert sich nichts. Zum Glück bleibt die medizinische Entwicklung nicht stehen. Abseits der traditionellen Behandlungsmethoden gegen Migräne haben Schul- und Alternativmediziner in den letzten Jahren weitere Verfahren entwickelt, mit den vielen Menschen, die unter Migräne leiden, geholfen werden kann.

Der Hintergrund: In zahlreichen Untersuchungen und wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass ein auslösender Faktor für Migräne der Energiestoffwechsel im menschlichen Gehirn darstellt. Ist dieser Energiestoffwechsel unzureichend bzw. gestört, so fördert dies die Entstehung der Migräne. Gleichzeitig hat die Wissenschaft erkannt, dass ein gestörter Energiestoffwechsel im menschlichen Gehirn relativ einfach behoben werden kann. Das Geheimnis besteht darin, die dem Stoffwechsel fehlenden Substanzen herauszufinden und ihm diese im Anschluss zuzuführen. Neben Magnesium und dem Co-Enzym Q10 hat sich herausgestellt, dass insbesondere Vitamin B2 bei Migränepatienten bzw. in deren Energiestoffwechsel oftmals fehlt. Daher bietet es sich an, dieses in hoher Dosierung zuzuführen, um der Migräne entgegenzutreten.

Um die Wirkung von Vitamin B2 bei Migräne genau zu verstehen, müssen wir uns jedoch zunächst mit der folgenden zentralen Frage beschäftigen:

Was ist Migräne?

Vitamin B2 kann bei Migräne helfen

Migräne ist eine sehr häufig anzutreffende Krankheit, jeder zehnte Mensch leidet daran. Die Symptome treten auf in Form von (teilweise extrem) starken Kopfschmerzen sowie Übelkeit und einer ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen und hellem Licht. Die Erkrankung ist sowohl für die betroffenen Personen als auch für deren Angehörige sehr belastend. Migräne kann das gesamte Leben beinträchtigen und die Lebensqualität empfindlich schmälern.

Noch im vorigen Jahrhundert galt Migräne als eingebildete Krankheit gelangweilter Damen aus der höheren Gesellschaft. Doch daran hat sich nur wenig geändert. Auch heute noch wird die Migräne oft nicht richtig ernst genommen. Betroffene stoßen auf Unverständnis in der Gesellschaft und hören häufig, man solle sich mit dem „bisschen Kopfschmerz“ nicht so anstellen. Heute ist jedoch belegt, dass Migräne-Patienten schmerzkrank sind. Daher erfüllt die Verharmlosung und Abwertung manche Betroffene mit Scham, was zur Vortäuschung von Stärke führen kann, auch während der Attacken. Das erschwert den Gang zum Arzt, obwohl es bereits gut wirksame Methoden gibt, mit denen sich die Migräne in den Griff bekommen lässt - zum Beispiel die Gabe von hohen Dosen an Vitamin B2.

Welche Menschen leiden am ehesten an Migräne?

Die meisten Migräne-Betroffenen erleben bereits als Kinder oder als Teenager erste Attacken. Insgesamt leiden etwa dreimal so viele Frauen wie Männer an Migräne. Trotzdem ist Migräne keinesfalls bloß eine Frauenkrankheit. Das Ausmaß der Krankheit wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen oftmals unterschätzt. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die unter erhöhtem Stress leiden, haben ein hohes Risiko, im frühen Erwachsenenalter eine Migräne zu entwickeln.

Migräne ist keine Zivilisationskrankheit. Auch die großen Köpfe der Geschichte blieben von dieser Volkskrankheit nicht verschont. So wurden beispielsweise Napoleon, Otto von Bismarck, Marie Curie, Karl Marx, Hildegard von Bingen, Pablo Picasso, Friedrich Nietzsche und Richard Wagner regelmäßig von Migräneattacken heimgesucht.

Wodurch kann Migräne ausgelöst werden?

Genau weiß die Medizin noch nicht, wie Migräne entsteht, obwohl in den letzten Jahren viele neue Erkenntnisse aus der Forschung gewonnen werden konnten. Ärzte vermuten, dass es während einer Migräne zu einer Veränderung des Blutflusses im Gehirn kommt. Eine Gruppe spezieller Eiweiße, die Neuropeptide, verursachen eine Erweiterung oder eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn (oder den Austritt von Stoffen aus dem Blut in das umliegende Gewebe), wenn diese außergewöhnlich stimuliert werden. Vom Hirnstamm ausgehend wird das Gehirn während einer Migräneattacke stärker durchblutet, dadurch kommt es zu einer Entzündung, welche die Schmerzempfindlichkeit stark erhöht. Durch den Pulsschlag an den entzündeten Gefäßwänden entsteht der typisch pochende Migräne-Schmerz, der bei Bewegung noch an Intensität zunimmt.

Vieles spricht außerdem für den Einfluss der Hormone bei Migräne. Etliche Patienten berichten über den Beginn der Migräne in der Pubertät, also mit der Hormonumstellung. Bei 15 Prozent der betroffenen Frauen hat die Migräne im gleichen Jahr wie das Einsetzen der Menstruation begonnen. Durch die Hormonschwankungen im Laufe des Menstruationszyklus werden bei den betroffenen Frauen Migräneattacken ausgelöst. Bei Patientinnen, die an dieser Form der menstruellen Migräne leiden, verringert sich die Anzahl und Schwere der Anfälle meist während einer Schwangerschaft, wobei die Migräne nach der Geburt wieder in ihrem normalen Ausmaß einsetzen kann. Auch nach den Wechseljahren stellen viele Patientinnen eine Milderung ihrer Erkrankung fest.

Wann sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich sollten sich Menschen, die häufig unter Kopfschmerzen leiden, in ärztliche Behandlung begeben. Alle Patienten mit chronischen oder häufig auftretenden Kopfschmerzen oder mit besonderen Kopfschmerzarten sollten zumindest einmal zur Abklärung einen Neurologen konsultieren. In vielen Fällen ist nach der genaueren diagnostischen Abklärung und der medikamentösen Einstellung die Weiterbetreuung durch praktische Ärzte möglich.

Auf was Sie bei einer Migräne achten sollten

Jeder Betroffene kann auch selbst dazu beitragen, dass die Anzahl und Schwere seiner Attacken abnimmt. Zum einen kann er versuchen, seine eigenen Migräneauslösefaktoren weitestgehend zu vermeiden. Dazu sollte man diese Auslöser zunächst einmal identifizieren. Nicht immer ist es einfach, einem Auslöser aus dem Weg zu gehen. Manchmal müssen auch mehrere zusammenkommen, um eine Attacke zu verursachen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist eine Veränderung des Lebensstils mit ausreichend Bewegung, gesunder Ernährung und Vermeidung von Stress. Entspannungstechniken wie die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder Yoga sind bei den Betroffenen ebenfalls sehr beliebt, da dadurch die Schmerzanfälligkeit des gesamten Körpers sinkt. Auch das Betreiben von Ausdauersport gehört neben der Stressbewältigung zu den therapeutischen Eckpfeilern. Ein weiterer Tipp ist das Einhalten von regelmäßigen Essens- und Schlafenszeiten für Migränepatienten - es wird sich lohnen. In manchen Fällen kann auch das Erlernen von Übungen zur besseren Schmerzbewältigung sinnvoll sein. Dabei lernt man durch Anleitung von Ärzten oder Psychologen, seine Aufmerksamkeit vom Schmerz wegzulenken und sich auf angenehmere Dinge zu konzentrieren, so dass der Schmerz leichter ertragen werden kann. Schmerzlindernde Wirkung hat zudem die Akupunktur. Mit der fernöstlichen Nadelbehandlung lassen sich Anzahl und Stärke der Migräneattacken reduzieren, das Schmerzempfinden wird wieder normalisiert.

Eine besondere Behandlungsmöglichkeit, die erst vor vergleichweise kurzer Zeit entdeckt wurde, stellt die Gabe von hoch dosiertem Vitamin B2 (auch Riboflavin genannt) dar. Hiermit wurden bereits erstaunliche Ergebnisse erzielt, wie der folgende Abschnitt zeigt.

Forschungsergebnisse bestätigen: Vitamin B2 kann bei Migräne helfen

In den wohlhabenden westlichen Industrieländern herrscht alles, nur kein Mangel an Vitaminen - so die Meinung vieler Verbraucher und sogar von renommierten Wissenschaftlern. Dass dies nicht stimmt, zeigen zahlreiche Studien und Untersuchungen, die in Verbindung mit den verschiedensten Erkrankungen innerhalb der letzten Jahre durchgeführt wurden. Es wurde festgestellt, dass sich gerade bei Menschen aus den modernen Industrieländern immer häufiger Symptome des Vitaminmangels zeigen. Woran dies genau liegt, konnte noch nicht abschließend herausgefunden werden. Es wird jedoch vermutet, dass trotz einem großen Angebot an gesunden Nahrungsmitteln die viel zu hohe Aufnahme von ungesunden Fetten und Zucker ein Grund dafür ist.

Auch im Bereich der Migräneerkrankungen wurden solche Studien in der Vergangenheit durchgeführt, und auch hier zeigte sich, dass Vitaminmangel durchaus zur Entstehung und Verbreitung der Migräne beitragen kann.

Eine derartige Studie wurde beispielsweise im Jahr 2016 von Dr. Suzanne Hagler, Neurologin und Kopfschmerzspezialistin am Cincinnati Children’s Hospital Medical Center, und ihrem Team durchgeführt. Dabei untersuchte man insbesondere junge Migränepatienten auf einen etwaigen Vitaminmangel und stellte fest, dass diese unter anderem mit Vitamin B2, Vitamin D und dem Co-Enzym Q10 unterversorgt waren. Die Ergebnisse der Studie präsentierte das Team von Wissenschaftlern schließlich beim jährlichen Kongress der American Headache Society in San Diego.

Neben dieser wurden etliche weitere Studien durchgeführt, die allesamt zu dem gleichen Ergebnis kommen: Mit der Gabe von Vitamin B2 in vergleichsweise hohen Dosen kann das Problem Migräne bei vielen Betroffenen gut in den Griff bekommen werden.

Die Zufuhr von Vitamin B2 bei Migräne

Wie wir nun wissen, spielt der Energiestoffwechsel im Gehirn bei der Behandlung einer Migräneerkrankung eine zentrale Rolle. Vitamin B2, enthalten zum Beispiel in Seefisch, Vollkornprodukten, Brokkoli, Milch etc., kann den Energiestoffwechsel im Gehirn verbessern. Der auch als Riboflavin bezeichnete Nährstoff stellt ein Co-Enzym der Atmungskette dar und greift somit an zentraler Stelle in den Energiestoffwechsel ein, genauer gesagt in die Energiegewinnung. Somit steigert Vitamin B2 den Energiestoffwechsel der Zellen.

Weiterhin übernimmt Vitamin B2 wichtige Aufgaben im Eiweißstoffwechsel, der ebenfalls zu einem gesunden Energiestoffwechsel beiträgt. So wird Vitamin B2 beispielsweise vom Körper dafür benötigt, Fettsäuren und Glukose in Energie umzuwandeln. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass der durchschnittliche Tagesbedarf eines Menschen an Vitamin B2 nur etwa 1,5 bis 2,0 mg beträgt. Sollen allerdings Ungleichgewichtszustände wie etwa eine Migräne erfolgreich behandelt werden, so sind hierfür viel höhere Dosierungen notwendig. Experten empfehlen die zusätzliche Gabe von Vitamin B2 in einer Menge von bis zu 400 mg täglich. Wer sich nun Sorgen aufgrund der extremen Überdosierung macht, dem sei gesagt: Vitamin B2 weist keinerlei Nebenwirkungen auf und kann somit nicht überdosiert werden. Sämtliche Mengen, die der Körper nicht benötigt, werden auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden, ohne einen Schaden anzurichten.

Fazit: Migränebeschwerden können durch Vitamin B2 gelindert werden

Dass es sich lohnt, auch einmal unkonventionelle Wege zu gehen, zeigt die Anwendung von hoch dosiertem Riboflavin bzw. Vitamin B2 gegen Migräne. Völlig ohne Nebenwirkungen lassen sich hiermit beeindruckende Ergebnisse erzielen, die mittlerweile wissenschaftlich bestätigt sind. Auch als Begleittherapie zu einer schulmedizinischen Behandlung mit Medikamenten ist die Gabe von Vitamin B2 bei Migräne sehr zu empfehlen.

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