Vitamin B3 beeinflusst die Haut positiv

Vitamin B3 kann mit gleich mehreren Eigenschaften punkten, mit denen es positiven Einfluss auf die Hautbeschaffenheit ausübt. Besonders wichtig sind die systemischen Eigenschaften und Wirkungen des Vitamins auf die Haut. Wichtige systemische Wirkungen betreffen beispielsweise eine Verbesserung der Elastizität der Haut und eine Stärkung der natürlichen Hautbarriere, so dass die Haut weniger stark austrocknet und es potenzielle Krankheitskeime schwerer haben, die Barriere zu überwinden. Ebenso wichtig sind die Eigenschaften des Vitamins, die das körpereigene DNA-Reparatursystem unterstützen.

Zusätzlich stößt das Vitamin B3 in Form des Nicotinamids auch auf wachsendes Interesse für äußerliche Anwendungen. Es kann sich um direkte Therapieansätze zur Behandlung von Akne oder sonstigen entzündlichen Hautveränderungen handeln oder auch zur Langzeittherapie gegen Pigmentflecken (Altersflecken). Auch die Kosmetikindustrie hat Vitamin B3 vor wenigen Jahren für ihre Zwecke entdeckt. Es werden beispielsweise Cremes mit Nicotinamid als Anti-Aging-Mittel entwickelt und vermarktet.

Vitamin B3 verbessert das Hautbild und hilft bei der Reparatur von DNA-Schäden

Die Wirkung von Vitamin B3 auf die Haut

Eine Vielzahl von Eigenschaften, die Vitamin B3 im zentralen Stoffwechsel der Zellen als funktionaler Bestandteil des Coenzyms NAD und NADP hat, sind für eine gute Hautbeschaffenheit sehr wichtig. Mehr als 200 Enzyme sind auf die Aktivitäten von NAD und NADP angewiesen. Sie übernehmen wichtige Funktionen als Wasserstoffüberträger in den in mehreren Stufen kontrolliert ablaufenden Oxidationsvorgängen der Glucose zur Energiebereitstellung für die Zellen. Die Stoffwechselvorgänge zur Energieverwertung laufen in den Mitochondrien der Zellen ab, die auch als Kraftwerke der Zellen bezeichnet werden. Ein direkter Einfluss von Vitamin B3 auf die Hautbeschaffenheit erfolgt über seine Beteiligung an der Synthese kollagener Proteine, denen unsere Haut viele positive Eigenschaften wie Festigkeit, Elastizität und ihr Gesamterscheinungsbild verdankt.

Der Lebenszyklus unserer Hautzellen beträgt etwa 28 Tage. Sie entstehen als Basalzelle in der untersten Schicht der Oberhaut und wandern allmählich bis zur Oberfläche der Haut. Auf ihrem Weg zur Oberfläche verändern sie sich in ihrer Beschaffenheit und bestehen vor ihrem Abschilfern nur noch aus winzigen abgestorbenen Hornplättchen. Ein erwachsener Mensch verliert auf diese Art auf natürlichem Wege bis zu 14 g Hornmaterial täglich. Der ständige und lebenslang anhaltende Teilungsprozess der Basalzellen kann zu Schäden in der DNA führen, die gravierende Auswirkungen haben können. Unser Immunsystem hat deshalb eine Art DNA-Selbstreparatur entwickelt, an dem Vitamin B3 maßgeblich beteiligt ist. Das Immunsystem erkennt mögliche DNA-Schäden und greift aktiv ein, um die Schäden zu beheben. Vitamin B3 übernimmt in seiner systemischen Wirkung einen aktiven Part für eine gesunde Hauterneuerung.

Die Haut profitiert von entzündungshemmenden Eigenschaften des Vitamins B3

Für äußere Anwendungen hält Vitamin B3, vor allem in Form des Niacinamids besondere Eigenschaften bereit, die vor allem der Regeneration angegriffener Haut zugutekommt. Auch bei äußerer, lokaler Anwendung unterstützt Vitamin B3 in Form des Niacinamids die Regeneration einer gesunden Hautbarriere. Die Haut kann Feuchtigkeit besser halten und die regenerierte Hautbarriere erschwert infektiösen Keimen das Eindringen.

Unter akuten Bedingungen wie Akne, Rosazea und anderen entzündlichen Erkrankungen der Haut, werden die Symptome durch eine übermäßige Histaminproduktion, die vom Immunsystem veranlasst wird, verstärkt. Hier tritt lokal aufgetragenes Niacinamid dämpfend in Erscheinung. Niacinamid wirkt hemmend auf die Histaminproduktion und sorgt dadurch für ein Abflauen der akuten Entzündungsreaktionen der Haut. Auch die Talgproduktion der Haut wird durch Vitamin B3 vermindert, was sich vor allem bei Akne positiv auswirkt. Auch bei lokal auftretenden Pigmentierungen oder Altersflecken bewirkt eine Creme mit ca. 4 bis 5 Prozent Niacinamid eine Verbesserung, weil das Vitamin B3 die Melaninproduktion hemmt und ein Teil des überschüssigen Melanins in den Flecken abbauen kann.

Vitamin B3 zeigt vorbeugende Eigenschaften gegen aktinische Keratosen und gegen Krebs

Als bedeutendster Risikofaktor für das Auftreten von Hautkrebs in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen gilt eine langfristige Einwirkung von intensivem Sonnenlicht auf die ungeschützte Haut. Es ist vor allem der UV-B-Anteil im Sonnenlicht, der nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch eine aktinische Keratose begünstigen oder Krebs verursachen kann. Die Keratose wird durch neue Hautzellen (Basalzellen) mit veränderter DNA verursacht.

Die Hautveränderung entsteht immer dann, wenn das körpereigene DNA-Reparatursystem überfordert ist und sich die genveränderten Basalzellen ungehindert vermehren können. Für eine aktinische Keratose ist eine raue Hautoberfläche charakteristisch, die ein wenig an Schleifpapier erinnert. In dem erkrankten Hautareal kann sich später ein Hautkrebs entwickeln. Als Risikofaktor für Hautkrebs gilt weniger ein mehrmaliger Sonnenbrand aufgrund zu starker Sonneneinstrahlung ohne Schutz als vielmehr die kumulative Bestrahlung der ungeschützten Haut im Laufe des Lebens. Einige führende Dermatologen sind der Ansicht, dass vor allem Hautschäden, die im Kindes- und Jugendalter erworben wurden, das Spätrisiko eines Hautkrebses deutlich erhöhen.

Als vorbeugende Maßnahme gegen eine aktinische Keratose und gegen andere Hautschäden sowie gegen Krebs kann Vitamin B3 in Form des Niacinamids einen guten Beitrag leisten. Eine starke UV-Bestrahlung der Haut führt meist zu einem Defizit an ATP, das für eine DNA-Reparatur neu entstehender Hautzellen in der Basalschicht dringend benötigt wird. Hochdosiertes Niacinamid, das als Creme lokal aufgetragen wird, sorgt durch ständigen Nachschub an NAD und NADP dafür, dass kein Defizit an ATP entsteht, so dass der DNA-Reparaturmechanismus den höheren Anforderungen genügt.

Fazit: Vitamin B3 sorgt mit innerlichen und äußerlichen Anwendungen für eine Optimierung der Hautfunktionen

Vitamin B3 ist an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt, die wichtige Hautfunktionen unterstützen. Die Kollagenproduktion wird angeregt und strafft die Haut, die Hautbarriere wird optimiert, so dass sich das Wasserhaltevermögen und auch der Schutz vor eindringenden Keimen verbessern. Vitamin B3 übt damit auch positiven Einfluss auf das optische Erscheinungsbild der Haut aus und wirkt indirekt als Anti-Aging-Mittel. Für die Haut besonders positiv wirkt sich Vitamin B3 in Form des Niacinamids aus. Antientzündliche Eigenschaften des Vitamins helfen, akute Entzündungsherde durch eine Hemmung der Histaminproduktion einzudämmen.

Eine besonders wichtige Eigenschaft von Vitamin B3 besteht in der Unterstützung des körpereigenen DNA-Reparaturmechanismus, der als vorbeugende Maßnahme gegen die Entstehung verschiedener Formen von Krebs fungiert. In der Basalschicht der Haut entstehen ständig neue Zellen, weil die Haut einem lebenslangen Erneuerungsprozess unterliegt. Der Teilungsprozess der Basalzellen ist besonders anfällig gegenüber DNA-Schäden, weil vor allem der UV-Anteil im Sonnenlicht während der Teilung der Basalzellen zu Schäden an der DNA führen kann. Genveränderte Zellen können ungehemmt wachsen und Krebs verursachen.

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