Vitamin D und seine bedeutende Wirkung auf den menschlichen Organismus

Seit Jahrzehnten erforschen Ärzte und Wissenschaftler intensiv die Wirkung von Vitamin D auf den menschlichen Organismus. Mit der Zeit kamen immer mehr Details ans Licht, die belegen, dass der lebenswichtige Vitalstoff einen wesentlichen Einfluss auf die meisten Vorgänge in unserem Körper hat. Ein Defizit kann deshalb schwerwiegende Folgen haben. Davon betroffen sind vor allem die Knochen, das Immunsystem, die Zellgesundheit, das Herz-Kreislauf-System, die Muskeln und das zentrale Nervensystem.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D chemische Darstellung

Biochemiker verstehen unter dem Begriff Vitamin D eine Einheit fettlöslicher Vitamine. Den wichtigsten Vertreter stellt Vitamin D3 dar, das auch die Bezeichnung Cholecalciferol trägt. Verglichen mit den anderen Vitaminen nimmt Vitamin D eine Sonderstellung ein. Genau betrachtet handelt es sich bei einem Vitamin um ein Biomolekül, das überwiegend aus Pflanzen stammt und vom Körper nicht produziert werden kann. Um keinen Mangel zu erleiden, müssen wir diese Vitalstoffe über die Nahrung zuführen.

Bei Vitamin D verhält sich die Situation anders. Der Mensch sowie die meisten Wirbeltiere sind in der Lage, Vitamin D3 in der Haut selbst herzustellen. Unser Organismus benötigt dazu die Mithilfe der UV-B-Strahlung der Sonne. Aus diesem Grund trägt Vitamin D auch die Bezeichnung Sonnenvitamin. Im ersten Schritt sorgt das Licht dafür, dass die organische Verbindung 7-Dehydrocholesterol in Prävitamin D3 umgebaut wird. Prävitamin D3 ist nicht stabil und wandelt sich nach mehreren Stunden selbstständig in Vitamin D3 um (Isomerisierung).

Die Bezeichnung Vitamin D hat historische Gründe. Da das lebensnotwendige Biomolekül nach den Vitaminen A, B und C entdeckt wurde, erhielt es den im Alphabet nachfolgenden Buchstaben D. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den anderen Vitaminen besteht darin, dass Vitamin D die Vorstufe eins Hormons darstellt. Biologen bezeichnen den Wirkstoff deshalb auch als Prohormon. In der Leber erfolgt ein biochemischer Umbau von Vitamin D3 in die sogenannte Zirkulationsform 25(OH)D (25 OH Vitamin D3). Sie dient als Speicher und kann bei Bedarf in das aktive Hormon Calcitriol überführt werden.

Wofür ist Vitamin D gut?

Vitamin D3 besitzt eine herausragende Bedeutung für unsere Gesundheit. Unter anderem nimmt es wichtige Funktionen im Stoffwechsel wahr. Was macht Vitamin D im Körper genau? Da Vitamin D3 den Phosphat- und Kalziumhaushalt steuert, ist der Vitalstoff unverzichtbar für gesunde Knochen und Muskeln. Im Folgenden werden alle wesentlichen Aufgaben im Körper beschrieben.

Vitamin D und seine positive Wirkung auf Nerven und Gehirn

Unser Gehirn benötigt sogenannte Neurosteroide, damit es sich gesund entwickeln und richtig funktionieren kann. Dazu zählen Hormone wie Glukokortikoide (Hormone der Nebennierenrinde), Androgene (männliche Geschlechtshormone) und Thyroxin (T4) sowie Trijodthyronin (T3) aus der Schilddrüse. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Vitamin D3 im zentralen Nervensystem ebenfalls als Neurosteroid wirkt. Unter anderem reguliert der vielseitige Wirkstoff die Herstellung der Wachstumsfaktoren NGF (Nerve Growth Factor) und GDNF (Glial cell-Derived Neurotrophic Factor).

GDNF und NGF sind für die Reifung von Nervenzellen (Neuronen) verantwortlich. Darüber hinaus verhindern sie eine Aktivierung des Selbstmordprogramms (Apoptose) der Neuronen durch äußere Reize. Somit stellen sie die einwandfreie Funktion unseres Nervensystems sicher. Ein Mangel an Vitamin D kann schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Mehrere Studien weisen einen Zusammenhang zwischen einem ausgeprägten Vitamin D3 Defizit und dem Auftreten von Demenz, Alzheimerkrankheit, Parkinson, Schizophrenie, Epilepsie sowie Krampfanfällen nach.

Niedrige 25(OH)D Blutwerte erhöhen die Gefahr von Schlaganfällen (Gehirnschlägen). Je niedriger der 25 OH Vitamin D3 Spiegel umso größer ist das Risiko eines gravierenden Hirnschlags mit massiven Funktionseinschränkungen. Mehrere Studien belegen: Die Substitution des fehlenden Vitalstoffs mit einem Nahrungsergänzungsmittel kann die Folgen eines Schlaganfalls vermindern. Erwachsene und Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) profitieren ebenfalls von einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D3.

Wirkung von Vitamin D auf Haut und Haar

Das Hautbild gilt als guter Indikator für die Gesundheit des Körpers. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass Vitamin D3 wichtig für den Zustand der Haut ist. Eine intakte äußere Körperhülle stellt eine undurchdringliche Barriere gegenüber der Außenwelt dar. Nur dann, wenn Vitamin D in ausreichend hoher Konzentration vorliegt, funktioniert die Regeneration der Hautzellen reibungslos. Dank der Mithilfe des wertvollen Vitalstoffs bleibt das Erscheinungsbild der Haut frisch und jugendlich.

Sind bereits in jüngeren Jahren im Gesicht feine Linien, Fältchen und Altersflecken zu erkennen, sprechen Ärzte von einer vorzeitigen Hautalterung. Sie entsteht als Folge von freien Radikalen, die in die Oberhaut eindringen und dort Schäden verursachen. Die Hauptgründe liegen in einer übermäßigen Sonneneinstrahlung und anderen Belastungen der Umwelt wie Zigarettenrauch, Radioaktivität oder Pestizide. Laut neuerer Forschungsergebnisse dient Vitamin D3 als Antioxidans und wirkt oxidativem Stress in der Haut entgegen.

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D können die schädigende Wirkung freier Radikale in der äußeren Hautschicht unterbinden. Die Haut bleibt somit länger natürlich, gesund und schön. Da der Vitalstoff entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, kommen Vitamin D haltige Cremes oder Salben bei Hautverletzungen, Verbrennungen, Ekzemen und Dehnungsstreifen zum Einsatz. Vor fast hundert Jahren haben Wissenschaftler die Wirkung des vielseitigen Biomoleküls bei Akne nachgewiesen.

Insgesamt 35 Frauen und Männer stellten sich im Jahr 1933 für eine klinische Studie zur Verfügung. Alle Aknepatienten erhielten für vier bis fünf Wochen hochdosiertes Vitamin D3. Rund 90 Prozent der Studienteilnehmer zeigten nach der Therapie ein deutlich verbessertes Hautbild. Bei zahlreichen Probanden sprach der Studienleiter sogar von einer Heilung der Akne. Im Zusammenhang mit den Wachstums- und Ruhezyklen der Haare spielen Vitamin D Rezeptoren (VDR) in den Haarfollikeln eine wichtige Rolle.

Wenn Vitamin D3 ein entsprechendes Signal gibt, stimulieren die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) das Haarwachstum. In Tierstudien wiesen die Forscher nach, dass eine Hemmung der VDR zu Haarausfall führen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen belegten ebenfalls einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D Mangel und kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata). Bei allen Studienteilnehmern erfolgte eine Bestimmung der 25(OH)D Werte im Blut. Das Ergebnis lautete: Je ausgeprägter das Defizit an Vitamin D3 umso stärker war der Haarausfall. Benötigen Sie mehr Informationen? Dann Lesen Sie den Artikel Vitamin D für Haut und Haare.

Die Erkrankung Krebs und Vitamin D

Vor einigen Jahren stellten Ärzte fest, dass Krebserkrankungen in tropischen Ländern wesentlich seltener vorkommen als in sonnenarmen Gegenden. Sofort begann eine Vielzahl von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten, die bis heute anhalten. Mehrere Studien untersuchten den Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D3 Spiegel im Blut und dem Auftreten von Krebs. Die Ergebnisse sind für Darmkrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs eindeutig: Ab 25(OH)D Werten von 35 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) sinkt das Risiko, an Krebs zu erkranken. Den besten Schutz bieten Blutspiegel ab 40 ng/ml.

Abhängig von der Sonneneinstrahlung entspricht das einer Tagesdosis von 2.000 bis 5.000 internationalen Einheiten Vitamin D3. Biochemiker verwenden den Begriff internationale Einheit (abgekürzt I.E. oder IE), um einen Standard bei der Dosierung festzulegen. Für die Umrechnung gilt: 40 IE = 1 Mikrogramm (µg). In Studien mit Zellkulturen verlangsamt Vitamin D das Tumorwachstum. Beschränkt sich der Krebs auf einzelne Organe oder Gewebe, ist das für Ärzte ein gutes Zeichen.

Nur in seltenen Fällen sterben die Betroffenen, sodass sich der Tumor mit einer schulmedizinischen Therapie beherrschen lässt. Gefährlich wird die Situation für die Patienten erst dann, wenn es zur Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) des ursprünglichen Tumors kommt. Mehrere aktuelle Tierstudien untersuchten den Einfluss von Vitamin D3 auf die Entstehung der Metastasen. Die Tierversuche belegen eindeutig, dass der Wirkstoff das Metastasenrisiko bei mehreren Krebsarten signifikant verringern kann.

Da noch keine placebokontrollierten Doppelblindstudien mit einer größeren Anzahl an Krebspatienten vorliegen, ist die Wirkung des vielseitigen Vitalstoffs bei Krebserkrankungen unter Wissenschaftlern umstritten. Eine Vielzahl von Tierstudien zeigt eindeutig positive Resultate. Aus diesem Grund empfehlen Heilpraktiker und naturheilkundlich orientierte Ärzte zur Prävention von Krebs die tägliche Zufuhr einer Vitamin D3 haltigen Nahrungsergänzung. Weitere Informationen zum Thema unter dem Punkt Vitamin D und Krebs.

Vitamin D und multiple Sklerose

Unter dem Begriff multiple Sklerose (MS) verstehen Ärzte eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Aus unbekannten Gründen attackiert die körpereigene Abwehr die Schutzschicht der Nervenfasern (Myelinscheide) und zerstört sie mit der Zeit an verschiedenen Stellen. Dabei kommt es zur Bildung von entzündlichen Herden (Entmarkungsherden), die einen Verlust der Nervenfunktion nach sich ziehen. Die genaue Ursache der MS konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.

Mehrere aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass ein Defizit an Vitamin D bei der Krankheitsentstehung eine zentrale Rolle spielt. Je niedriger die Konzentration von 25(OH)D im Blut, desto größer ist das Risiko, an MS zu erkranken. In besonderen Lebensphasen wie Kindheit, Jugend und Schwangerschaft ist ein ausreichend hoher Vitamin D3 Wert für die MS-Prävention extrem wichtig. Neben einem regelmäßigen Aufenthalt in der Sonne sind Lebensmittel sinnvoll, die natürliches Vitamin D enthalten.

Wer überwiegend im Büro arbeitet und sich zudem vegan ernährt, sollte zur Vorbeugung den Vitalstoff durch eine geeignete Nahrungsergänzung supplementieren. Aber ist Vitamin D3 auch gut für Menschen, die an multipler Sklerose leiden? Zahlreiche Studien belegen, dass eine Substitution mit Cholecalciferol die Anzahl der Schübe reduzieren und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen kann. Betroffene sollten darauf achten, die Normalwerte für 25(OH)D dauerhaft beizubehalten.

Nach Aussagen des brasilianischen Arztes Cícero Galli Coimbra lohnt sich bei MS-Patienten die Gabe von hochdosiertem Vitamin D3. Laut dem sogenannten Coimbra-Protokoll führt die Einnahme von 30.000 bis 100.000 IE bei 95 Prozent der Behandelten zu einer permanenten Beschwerdefreiheit. Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, erfordern dermaßen hohen Dosierungen regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen.

Stärkung des Immunsystems durch Vitamin D

Aktives Vitamin D übt eine wichtige Funktion bei der Steuerung des angeborenen und des erworbenen Immunsystems aus. Die allgemeine, angeborene Immunantwort geht innerhalb kurzer Zeit mit bestimmten weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Riesenfresszellen (Makrophagen) und Entzündungsreaktionen gegen alle Arten von Krankheitserregern vor. Das erworbene, spezialisierte Immunsystem hingegen besitzt eine zielgerichtete Wirkung gegenüber Bakterien, Viren und Parasiten, die bereits vorher eindeutig identifiziert wurden. Zum Einsatz kommen genau auf den Eindringling abgestimmte Antikörper.

Vitamin D3 stärkt nicht nur die körpereigenen Abwehrkräfte, sondern fungiert als sogenannter Immunmodulator. Somit ermöglicht der wertvolle Vitalstoff einerseits eine angemessene Immunantwort. Darüber hinaus ist er in der Lage, überschießende Abwehrreaktionen herunterzuregeln. Auf diese Weise kann Vitamin D die Entstehung von Autoimmunerkrankungen (Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, multiple Sklerose und Diabetes mellitus Typ 1) sowie chronischen Entzündungen verhindern. Eine gute Versorgung mit Vitamin D3 hilft dabei, die Heilung akuter Krankheiten zu beschleunigen. Tiefgründiger Artikel: Vitamin D und das Immunsystem.

Vitamin D und seine Auswirkungen auf das Erbgut

Fast jede Zelle unseres Körpers enthält auf der Oberfläche Vitamin D Rezeptoren. Wenn der vielseitige Vitalstoff an einen Rezeptor bindet, löst er dadurch eine Kaskade biochemischer Reaktionen aus. Unter anderem reguliert er auf diese Weise die Aktivierung von mehr als 2.000 Genen. Da die DNA ein Code für Eiweiße (Proteine) darstellt, wird die Produktion von Enzymen, Botenstoffen und anderen lebenswichtigen Biomolekülen in Gang gesetzt. Somit besitzt Vitamin D3 eine tief greifende Wirkung auf die Funktion sämtlicher Körperzellen, Gewebe und Organe.

Vitamin D steuert nicht nur die Genaktivierung, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Epigenetik unseres Erbguts. Dieses Teilgebiet der Biologie befasst sich mit absichtlich herbeigeführten chemischen Veränderungen der DNA. Dazu zählen Prozesse wie die sogenannte Methylierung. Sie sorgt dafür, dass bestimmte Gene an- oder abgeschaltet werden. Ein Vitamin D3 Defizit hat somit dramatische Konsequenzen für alle Prozesse, die in Zusammenhang mit unserem Erbgut stehen. Je nach Ausmaß der Mangelsituation können als Folgen leichte Beschwerden bis hin zu schweren chronischen Krankheiten auftreten.

Die Wirkung von Vitamin D bei Depressionen

Während der letzten Jahrzehnte haben Depressionen in westlichen Industrieländern epidemieartig zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet die Depression als Volkskrankheit, von der weltweit rund 350 Millionen Menschen betroffen sind. Neben Stimmungsschwankungen und düsteren Gedanken leiden die Erkrankten vor allem an Antriebsmangel, fehlender Energie sowie einem allgemeinen Interessensverlust. Die seelische Situation kann so dramatisch sein, dass die Personen keiner geregelten Tätigkeit mehr nachgehen. Kein Wunder, dass die Depression als eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit gilt.

Die Gründe für die Krankheitsentstehung hängen von der individuellen Situation ab. Neben Burn-out, dauerhaftem Stress und schwierigen Lebensumständen kommen auch Vitalstoffdefizite in Betracht. Da sich die Symptome bei den Patienten oft im Winter verschlechtern, vermuten Wissenschaftler schon lange einen Zusammenhang mit der Sonnenstrahlung. Während der Wintermonate ist das Sonnenlicht zu schwach, um die Produktion von Vitamin D3 in der Haut anzuregen. Dadurch kommt es zu einer Abnahme des 25(OH)D Spiegels im Blut.

In einer Übersichtsarbeit analysierten zwei amerikanische Forscherinnen 23 klinische Studien zum Thema Stimmungsschwankungen und Vitamin D3, an denen Personen im Seniorenalter teilgenommen hatten. Sie stellten fest, dass die meisten der depressiven Patienten einen deutlichen Vitamin D Mangel aufwiesen. Im Jahr 2017 nahmen 50 Frauen mit Diabetes an der sogenannten Sonnenscheinstudie teil. Die Probandinnen litten unter Angstzuständen und Depressionen. Im Rahmen einer Kur nahmen sie ein halbes Jahr lang wöchentlich 50.000 I.E. Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel ein.

Die anschließende Untersuchung ergab, dass sich Depression und Angst deutlich gebessert hatten. Über die genaue Wirkung im Körper sind sich bis heute Wissenschaftler nicht einig. Da Vitamin D den Stoffwechsel der Hormone und Botenstoffe (Neurotransmitter) Serotonin, Noradrenalin sowie Dopamin steuert, hat ein Defizit dramatische Konsequenzen für das zentrale Nervensystem. Deshalb vermuten zahlreiche Ärzte, dass eine Vitamin D3 Unterversorgung zu einem Neurotransmittermangel führt, der wiederum die Depression auslöst. Mehr dazu erhalten Sie im Artikel Vitamin D und die Depression.

Gegen Osteoporose kann Vitamin D helfen

Viele Menschen glauben, unsere Knochen werden in der Kindheit und der Jugend aufgebaut und bleiben dann ein Leben lang bestehen. Wie bei einem Auto verschleißen mit der Zeit Teile des Skeletts und verursachen deshalb irgendwann Probleme. Bei näherer Betrachtung erweist sich diese weitverbreitete Vorstellung als falsch. Tatsächlich ist das Knochensystem einem ständigen Auf- und Abbau unterworfen. Diese wichtigen Aufgaben im Körper fallen zwei Zelltypen zu: Osteoklasten, die Knochenmasse abbauen, und Osteoblasten, die für einen Einbau von Kalzium in die Knochen sorgen.

Damit keine Fehler auftreten, werden die Prozesse von bestimmten Hormonen und anderen Biomolekülen gesteuert. Bei Krankheiten des Skelettsystems wie der Osteoporose liegt somit kein Verschleiß, sondern eine Stoffwechselstörung vor. Vitamin D3 nimmt beim Knochenstoffwechsel eine Schlüsselrolle ein. Der vielseitige Vitalstoff reguliert die Aufnahme von Kalzium im Darm, fördert den Transport des Minerals in unserem Organismus und aktiviert die Osteoblasten. Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass Vitamin D von Magnesium und Vitamin K2 unterstützt wird. Im Falle der Osteoporose kommt es zu einer dauerhaften Zunahme des Parathormons, das die Wirkung der Osteoklasten verstärkt.

Als Folge verringert sich die Knochendichte immer weiter und die Gefahr von Brüchen steigt. Bei den Betroffenen kann plötzliches Niesen oder ein Zusammenstoß mit dem Türrahmen dazu führen, dass ein Knochen unbemerkt bricht. Eine Vitamin D Unterversorgung gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von Osteoporose. Laut den Erkenntnissen mehrerer Forschergruppen kann ein 25(OH)D Spiegel von wenigstens 30 ng/ml der Krankheitsentstehung vorbeugen. Zur Osteoporoseprävention sollten Erwachsene regelmäßig die Vitamine K2 und D3 supplementieren.

Vitamin D und seine Wirkung auf das Herz

Durch verschiedene Umstände erleiden Kreislauf und Herz einen Schaden. Die Mehrzahl der Probleme lässt sich auf drei Ursachen zurückführen: Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie eine Verengung der Herzkranzgefäße. In Deutschland stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache dar. Als Hauptrisikofaktor gilt Arteriosklerose, die auch als Atherosklerose oder Arterienverkalkung bezeichnet wird. Die meisten Ärzte und Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass das „schlechte“ LDL Cholesterin für die Ablagerungen an den Arterienwänden verantwortlich ist.

Mehrere Studien legen allerdings eine andere Ursache nahe: entzündliche Reaktionen an den Innenwänden von Schlagadern. Fast alle dieser Entzündungen lassen sich auf eine ungesunde Ernährung zurückführen. Die sogenannte Ludwigshafener Risikostudie, die acht Jahre lang mit 3.000 Teilnehmern durchgeführt wurde, belegt einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Herz. Bei einem Defizit an Vitamin D3 nimmt die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stark zu.

Brasilianische Wissenschaftler konnten im Jahr 2013 nachweisen, dass ein ausgeprägter Vitamin D Mangel eine erhöhte Sterberate bei Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen nach sich zieht. Somit ist die Überlebenschance bei einem Herzinfarkt wesentlich größer, wenn der 25(OH)D Wert im Normalbereich liegt. Tierstudien mit Mäusen lieferten weitere Hinweise: Wenn die Tiere sechs Wochen lang kein Vitamin D über die Nahrung erhielten, kam es zu einem Anstieg des Blutdrucks und es entstanden zunehmend arteriosklerotische Plaques an den Gefäßwänden.

Die erhöhten Blutdruckwerte normalisierten sich, als die Mäuse mit Vitamin D reichem Futter versorgt wurden. Darüber hinaus stoppte die Arterienverkalkung und die Funktion der Schlagadern verbesserte sich. Um das Herz und die Blutgefäße zu schützen, empfehlen Heilpraktiker und naturheilkundlich orientierte Ärzte, den Vitamin D3 Spiegel auf 40 bis 60 ng/ml einzustellen. Dadurch beugen die Patienten einer Entzündung der Arterien vor und stärken ihren Herzmuskel.

Wirkung gegen Müdigkeit und Schlafmangel

Andauernde Müdigkeit kann mit einer schlechten Vitamin D Versorgung zusammenhängen. In mehreren Studien untersuchten Wissenschaftler die Blutwerte der Probanden. Rund 80 Prozent der Männer und Frauen wiesen ein Vitalstoffdefizit auf. Die Teilnehmer wurden anschließend in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Hälfte bekam als Therapie gegen Müdigkeit für ein bis sechs Monate reines Vitamin D. Die anderen Patienten nahmen während dieser Zeit ein Scheinmedikament (Placebo) ein.

Die Auswertung der 25 OH Vitamin D3 Spiegel zeigte, dass alle Studienteilnehmer der Vitamin D Gruppe im Bereich der Normalwerte lagen. Nach der Beseitigung des Vitalstoffdefizits ging auch die Müdigkeit deutlich zurück. Viele der Patienten wurden gesund durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin D3. Zu wenig Schlaf erweist sich für die Betroffenen als extrem belastend. Neben einer schlechten Schlafhygiene steckt nicht selten ein unerkannter Vitamin D Mangel dahinter.

Dadurch leidet die Schlafqualität und es kann zu Einschlaf- oder Durchschlafstörungen kommen. Nach den Erkenntnissen vieler Wissenschaftler scheint Vitamin D3 den Schlaf-wach-Rhythmus zu beeinflussen. Eine Studie aus dem Jahr 2018 belegt, dass Vitamin D gut für den Schlaf ist. Nach der Anwendung von Vitamin D3 Tabletten verbesserte sich sowohl die Qualität als auch die Dauer der nächtlichen Ruhephasen.

Lebensmittel und Vitamin D

Nur wenige pflanzliche und tierische Quellen enthalten den lebenswichtigen Vitalstoff. Wo steckt das Vitamin drin? Das größte Vorkommen von Vitamin D in der Nahrung beschränkt sich auf fettreiche Fische (Aal, Bückling, Hering), Eier, Leber, Avocados und Pilze. Wer vegan lebt, hat keine Chance, den täglichen Bedarf über Nahrungsmittel zu decken. Auch für Mischköstler ist es fast unmöglich, den Vitamin D3 Speicher durch Mahlzeiten alleine aufzufüllen.

Unser Artikel Lebensmittel mit Vitamin D behandelt diese Thematik genauer.

Wie nimmt der Körper Vitamin D auf?

Erwachsene produzieren 80 bis 90 Prozent der notwendigen Tagesmenge an Vitamin D3 in der Haut. Im Winter reicht das Licht der Sonne nicht aus, um die Herstellung in Gang zu setzen. Um das Vitamin D3 Depot vollständig zu füllen, sollte deshalb jeder Mensch während der Sommermonate täglich ein kurzes Sonnenbad in der Mittagszeit durchführen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, in den Wintermonaten Vitamin D reiche Lebensmittel zu verzehren. Wer sich häufig in geschlossenen Räumen aufhält, kann zusätzlich die Mahlzeiten durch ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D3 supplementieren.

Vitamin D Bluttest zur Bestimmung der 25(OH)D Werte

In unserem Organismus kommt Vitamin D in unterschiedlichen Formen vor. Nach der körpereigenen Produktion in der Haut oder der Aufnahme über die Nahrung erfolgt ein mehrstufiger Umbauprozess dieser Vorstufe in biologisch aktives Vitamin D (Calcitriol). Für die Diagnostik eignet sich am besten das Molekül 25(OH)D, das als Vitamin D Speicher im Blut zirkuliert. In der Fachliteratur führen die meisten Quellen die Normalwerte zwischen 30 und 60 ng/ml (75 bis 150 nmol/l) an. Werte unter 20 ng/ml gelten als Vitamin D3 Defizit.

Ein Bluttest gibt Aufschluss darüber, ob sich ein Patient im Bereich der Normwerte befindet oder eine Unterversorgung vorliegt. Der 25 OH Vitamin D3 Status lässt sich problemlos aus dem Blut ermitteln. Eine einfache Möglichkeit stellt die Blutabnahme aus der Vene beim Hausarzt dar. Als Alternative können Interessenten zu Hause mithilfe einer Lanzette Blut aus einem Finger gewinnen und an ein Labor senden. Der Selbsttest und ein Bluttest beim Arzt liefern zuverlässige Ergebnisse und eignen sich sowohl für eine Erstdiagnose als auch zur Verlaufskontrolle.

Ein Vitamin D Mangel darf nicht unterschätzt werden

Eine Unterversorgung mit Vitamin D3 ist eine der häufigsten Ursachen für das Auftreten von Mangelerscheinungen in westlichen Industrieländern. Alle größeren Studien weisen darauf hin, dass mehr als 90 Prozent der Deutschen die Normwerte an 25(OH)D nicht erreichen. Da ein Defizit an Vitamin D anfangs keine typischen Beschwerden verursacht, bleibt die gefährliche Situation oft unerkannt. Der vielseitige Vitalstoff reguliert zahlreiche Gene und übt eine entscheidende Funktion im Stoffwechsel aus. Ein chronischer Mangel kann deshalb schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Von einem ausgeprägten Vitamin D3 Defizit sind in erster Linie das Herz, die Muskulatur, das Nervensystem und das Immunsystem betroffen.

Mehr zum Thema erhalten Sie im Aritkel Vitamin D Mangel.

Unterschied zwischen Vitamin D, D2 und D3

Biochemisch betrachtet ist Vitamin D der Oberbegriff für eine Gruppe von fettlöslichen Molekülen, die den wichtigsten Anteil der Secosteroide bilden. Die organischen Verbindungen gehören zu den Steroiden und bestehen aus verschiedenen Ringstrukturen. Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol) stellen die beiden bekanntesten Formen von Vitamin D dar. Weitere Vertreter dieser Gruppe sind 25 OH Vitamin D3 (Calcidiol), das aktive Hormon Calcitriol, Tacalcitol, Lumisterol und Tachysterol. Die Strukturen von Vitamin D3 und Vitamin D2 ähneln sich sehr.

Der wesentliche Unterschied besteht in einer zusätzlichen Doppelbindung des Vitamins D2. Zu den bedeutendsten Vitamin D3 Lieferanten zählen Fettfische, Leber und Hühnereier. Pflanzliches Vitamin D2 kommt vor allem in Chlorella Algen, Pilzen und Avocados vor. Während in Europa die Nahrungsergänzungsmittel traditionell Vitamin D3 enthalten, wurde bis vor Kurzem in den USA fast ausschließlich Vitamin D2 verkauft. Ernährungsexperten betrachteten die beiden Moleküle lange Zeit als gleichwertig.

Der Grund liegt darin, dass Cholecalciferol und Ergocalciferol durch eine chemische Reaktion ineinander umgewandelt werden können. Neueste Studien belegen jedoch einen deutlichen Unterschied in der Pharmakokinetik. Dieser Begriff beschreibt in der Pharmakologie die Aufnahme eines Wirkstoffs im Darm, seinen Umbau sowie den Abbau im Körper und die Ausscheidung über den Urin. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass unser Organismus Vitamin D2 nicht in Vitamin D3 überführt. Beide Biomoleküle unterliegen den gleichen Transport- und Umbauvorgängen.

Da unser Körper Cholecalciferol selbst produzieren kann, sind alle Stoffwechselprozesse auf diesen Vitalstoff zugeschnitten. Vitamin D3 wird deshalb effektiver über den Blutkreislauf transportiert und in der Leber schneller zum Speichermolekül 25(OH)D umgebaut. Darüber hinaus erfolgt eine wesentlich langsamere Ausscheidung durch die Nieren. Aufgrund dieser Vorteile setzen Anwender inzwischen weltweit zur Substitution nur noch Vitamin D3 Präparate ein.

Vitamin D Lampe – gibt es so etwas?

Für die Vitamin D3 Produktion benötigt unser Körper die ultravioletten Strahlen der Sonne. Berufstätige haben in der Regel keine Zeit, im Sommer die Arme, Beine und das Gesicht regelmäßig dem Sonnenlicht auszusetzen. Deshalb liegt es nahe, nach Feierabend eine Lampe zu verwenden, bei der die gewünschte Strahlung künstlich erzeugt wird. Wer im Internet danach sucht, wird schnell fündig. Mehrere Anbieter verkaufen Tageslichtlampen oder ein sogenanntes Gesichtssolarium.

Beide Modelle sind jedoch nicht dazu geeignet, die Herstellung von Vitamin D3 zu aktivieren. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, benötigt die Haut UV-B-Strahlung mit einer Wellenlänge von 280 bis 315 Nanometern. Das Spektrum einer Lampe, die Tageslicht emittiert, enthält keinen UV-Anteil. Ein Solarium ahmt das Sonnenlicht nach und arbeitet mit einem Gemisch aus UV-A- und UV-B-Strahlung. Der Zweck dieses Geräts besteht darin, die Haut mithilfe von UV-A-Strahlen zu bräunen. Aus diesem Grund ist der UV-B-Anteil sehr gering.

Eine Sonnenbank kommt nur bedingt zur Eigenproduktion von Vitamin D3 infrage. Wer das Sonnenlicht effektiv ersetzen will, braucht eine Lampe, die ausschließlich UV-B-Strahlen aussendet. Da in Deutschland kein großer Bedarf vorliegt, gibt es kaum entsprechende Angebote. Anders sieht die Situation in den USA aus. Dort sind Geräte erhältlich, die eine Zulassung von der FDA besitzen. Die Buchstaben FDA stehen für die U. S. Food and Drug Administration, die staatliche Behörde für Lebensmittelüberwachung, Medikamente und Medizinprodukte. In vielen Fällen liefern amerikanische Hersteller auch nach Europa.

Lebertran – Vitamin D?

Seit der Antike gilt Lebertran als Volksheilmittel gegen zahlreiche Beschwerden. Im Mittelalter setzten Ärzte die Medizin ein, um Wunden zu heilen und Infektionen vorzubeugen. Lebertran ist ein bräunlich gelbes Fischöl, das einen sehr eigenwilligen Geschmack aufweist. Das Produkt wird aus der Leber des Schellfischs, des Dorschs sowie des Kabeljaus durch Erwärmen und Pressen hergestellt. Trotz seines ranzigen Geruchs gilt das Fischöl als sehr gesund durch seinen hohen Gehalt an Vitamin D3, Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus beinhaltet Lebertran auch reines Vitamin E, Phosphor und Jod.

Da es zu den besten Vitamin D Lieferanten zählt, wurde das dünnflüssige Öl bis in die 1960er Jahre Kindern in Deutschland verabreicht. Um der Entstehung der gefürchteten Knochenerkrankung Rachitis vorzubeugen, schluckte jedes Kind morgens einen Löffel der penetrant schmeckenden Flüssigkeit. Obwohl sich die Kleinen manchmal weigerten, half das alles nichts: Die Mutter oder der Vater zwang die Kinder zu ihrer gesunden Medizin.

Diese Prozedur gehört heute glücklicherweise der Vergangenheit an. Inzwischen gibt es geruch- und geschmacklose Kapseln, die das Fischöl enthalten. Sie sind klein und lassen sich mit einem Glas Wasser gut einnehmen, sodass Kinder ebenfalls keine Probleme mit dem Verzehr haben. Die Wirkung des Lebertrans konnte in Studien mehrfach bestätigt werden. Unter anderem ist das Fischöl in der Lage, ein Vitamin D Defizit zu verhindern und den Aufbau der Muskulatur sowie der Knochen zu unterstützen.

Vitamin D3 als Nahrungsergänzungsmittel

Der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung erhält nicht einmal im Sommer genügend Sonnenstrahlung, um die körpereigene Herstellung von Vitamin D3 anzukurbeln. Als Folge kommt es bei neun von zehn Personen zu einer chronischen Mangelsituation. Da die Mehrzahl der Nahrungsmittel kaum Vitamin D enthält, lässt sich der täglich notwendige Bedarf nur durch ein gutes Vitalstoffpräparat sicherstellen. In Apotheken oder im Onlinehandel sind Tropfen, Kapseln und Tabletten mit unterschiedlichen Dosierungen erhältlich, die dauerhaft oder als Kur eingenommen werden können.

Veganer brauchen heutzutage nicht mehr auf natürliches Vitamin D2 aus Obst und Gemüse zurückzugreifen. Seit Neuestem gibt es auf dem Markt auch ein pflanzliches Vitamin D3 Präparat. Der Wirkstoff wird nicht künstlich im Labor hergestellt, sondern stammt aus Flechten. Große Organisationen wie die Vegan Society aus Großbritannien kontrollieren und zertifizieren den gesamten Produktionsablauf, sodass ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet ist.

Vitamin D und seine Darreichungsformen erhalten Sie im Artikel Vitamin D kaufen.

Kann es durch Vitamin D zu einer unerwünschten Wirkung im Körper kommen?

Mit 800 IE setzt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den täglichen Bedarf an Vitamin D3 sehr niedrig an. Dieser Wert beinhaltet einerseits den Anteil, den unser Körper selbst herstellt. Hinzu kommen auch solche Mengen, die wir über Lebensmittel oder eine Nahrungsergänzung aufnehmen. Da sich mit so geringen Tagesdosen das Depot natürlich nicht effektiv auffüllen lässt, ist es kein Wunder, dass in Deutschland die meisten Menschen einen Vitamin D Mangel aufweisen.

Laut allen bisher veröffentlichten Studienergebnissen sind Einnahmemengen bis zu 10.000 I.E. pro Tag sicher und führen nicht zu einer Überdosierung von Vitamin D3. Ab einer Dosis von 40.000 I.E. kann es zu Störungen des Phosphat- und Kalziumhaushalts (Hyperkalzämie) kommen, die gefährliche Folgen haben. Ein leichter Kalziumüberschuss verläuft in der Regel symptomlos. Wenn die Kalziummenge im Blut weiter zunimmt, treten verschiedene Beschwerden auf.

Dazu zählen:

Wenn der Kalziumgehalt im Blut dramatisch ansteigt, entsteht eine hyperkalzämische Krise. Wo steckt die größte Gefahr? Ab einem Kalziumspiegel von mehr als 3,5 Millimol pro Liter (mmol/l) drohen Bewusstseinsstörungen, Koma und Herzstillstand. Diese lebensbedrohlichen Situationen können allerdings nur dann auftreten, wenn für einen längeren Zeitraum tägliche Dosierungen über 100.000 IE Vitamin D eingenommen werden. Wer dauerhaft eine Zufuhr von mehr als 10.000 internationalen Einheiten plant, sollte sich unbedingt vorher mit einem Arzt oder Heilpraktiker abstimmen. Bei einer Langzeiteinnahme ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen den Kalziumwert zu kontrollieren.

Fazit: Die Vitamin D3 Werte im Blut haben große Auswirkungen auf unsere Gesundheit

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle bei vielen körpereigenen Prozessen. Ein Mangel kann deshalb schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen haben. Menschen, die sich nur unregelmäßig der Sonne aussetzen und kaum fettreichen Fisch verzehren, sollten zwei Mal im Jahr ihren Vitamin D3 Spiegel überprüfen. Auch wenn der Wert während der Sommermonate im Normalbereich liegt, ist es wichtig, von Oktober bis März eine Kur mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel durchzuführen. In Apotheken und Onlineshops gibt es inzwischen ebenfalls Vitamin D3 vegan. Wer konsequent einer Mangelsituation vorbeugt, schafft beste Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden.

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