Die relevantesten Studien rund um Vitamin D

Aufgrund seiner vielseitigen Wirkung hat Vitamin D bei Ärzten und Wissenschaftlern großes Interesse geweckt. In den letzten Jahrzehnten veröffentlichten Forscher deshalb zahlreiche Studien in renommierten Fachzeitschriften. Im Folgenden werden die Ergebnisse der wichtigsten Arbeiten kurz vorgestellt.

Studien in Bezug auf Nerven und Gehirn

Vitamin D besitzt eine große Bedeutung bei der Entwicklung des Nervensystems. Der wertvolle Vitalstoff steuert die Produktion von Wachstumsfaktoren (GDNF, NGF) und unterstützt somit die Reifung der Nervenzellen [1] [2]. Darüber hinaus fördert Vitamin D3 die Heilung von Nerven nach einer Verletzung [3]. Das vielseitige Biomolekül nimmt eine entscheidende Aufgabe im Zusammenhang mit dem Gehirnwachstum von Embryos, Babys und Kleinkindern wahr. In Tierstudien konnten Wissenschaftler nachweisen, dass ein Vitamin D Mangel bei schwangeren Tieren schwerwiegende Folgen für die Entwicklung des Gehirns der Nachkommen hat [4] [5].

Ein ausgeprägtes Defizit an Vitamin D3 verändert dauerhaft die Stoffwechselvorgänge im Zentralnervensystem (ZNS). Vor allem der Dopamin-Stoffwechsel ist davon betroffen. Ärzte vermuten eine Verbindung zwischen einem Vitamin D Mangel in den ersten Lebensjahren und dem Auftreten von Schizophrenie, Autismus und Epilepsie im späteren Leben. Eine aktuelle Tierstudie belegt den Zusammenhang zwischen einem Vitalstoffdefizit der Mutter und Gedächtnis- sowie Lernstörungen bei ihren Jungen [6].

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2017 zeigt, dass Vitamin D Konzentrationen unter 10 Nanogramm pro Milliliter das Risiko einer Demenz bei Personen über 65 deutlich erhöhen [7]. Da bei neurologischen Erkrankungen häufig ein Vitalstoffmangel vorliegt, wurden bereits mehrere Tierversuche mit Vitamin D3 zu diesem Thema durchgeführt. Durch eine hochdosierte Vitamin D Behandlung lassen sich die Symptome bei Parkinsonkrankheit und Alzheimer verringern [8] [9].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7968379
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11893522
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3669361/
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15464218
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20884326
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29559544
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5237198/
[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27987058
[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29318446

Studien über die Wirkung von Vitamin D3 auf Haut und Haare

Vitamin D übt eine wichtige Funktion bei der Teilung und Differenzierung von Zellen aus. Da pro Minute rund 40.000 Hautzellen ersetzt werden, spielen diese Prozesse eine entscheidende Rolle bei der Erneuerung unserer äußeren Körperhülle. Im Rahmen einer Studie konnten japanische Wissenschaftler die Beteiligung von Vitamin D am Wachstum bestimmter Zellen, den sogenannten Keratinozyten, in der oberen Hautschicht (Epidermis) nachweisen [1]. Wenn der Vitalstoff nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, trocknet die Haut aus, wird dünner und es bilden sich Falten.

Darüber hinaus kann es zu einem Ausfall der Haare kommen. Mehrere Studien belegen einen direkten Zusammenhang zwischen einem starken Vitamin D3 Mangel und kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) [2] [3] [4]. Bei einem ausgeprägten Defizit an Vitamin D nimmt ebenfalls das Risiko von Hautkrankheiten zu. Eine klinische Studie aus dem Jahr 1933 untersuchte die Wirkung von Vitamin D3 auf die Hauterscheinungen bei Akne. Insgesamt 35 Aknepatienten erhielten einen Monat lang hochdosiertes Vitamin D.

Bei 90 Prozent der Probanden trat während dieser Zeit eine starke Verbesserung des Hautbilds auf [5]. Fünf Jahre später konnten die Ergebnisse in einer Studie mit 132 Teilnehmern bestätigt werden. Die Hälfte der Patienten nahm zwischen 5.000 und 14.000 IE Vitamin D3 täglich ein. Nach einer Anwendungsdauer von drei Monaten hatte sich die Haut bei einem Drittel der Probanden sichtbar erholt. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer zeigte überhaupt keine Anzeichen einer Akne und galt als geheilt [6].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1646640
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5038097/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5527723/
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29869122
[5] https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/244146
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1659595/

Studien in Zusammenhang mit Krebs

Die Analyse mehrerer Studien zeigte, dass das Risiko einer Krebserkrankung bei einer Vitamin D Konzentration von mindestens 40 Nanogramm pro Milliliter abnimmt [1]. In verschiedenen Zellkulturen konnte der Vitalstoff das Wachstum von Krebszellen hemmen [2] [3] [4] [5]. Als besonders gefährlich gilt bei Krebs die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen). In Labormodellen ist Vitamin D3 in der Lage, die Metastasierung von Krebszellen zu unterbinden [6]. Tierversuche weisen nach, dass Vitamin D die Metastasenbildung bei Prostatakrebs, Hautkrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs deutlich reduzieren kann [7] [8] [9] [10].

Trotz der Erfolg versprechenden Ergebnisse reicht die Studienlage für eine wissenschaftliche Bewertung nicht aus. Da vor allem klinische Studien mit Krebspatienten fehlen, ist die Wirkung des Vitalstoffs nach Ansicht vieler Ärzte nicht ausreichend dokumentiert. Zahlreiche Forschungsarbeiten mit Tiermodellen und Zellkulturen belegen zwar die Wirksamkeit von Vitamin D bei Krebs. Ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, bleibt bis heute umstritten.

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4822815/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9513092
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2823686
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9426741
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12889598
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15718253
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10090302
[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9989763
[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10969786
[10] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15539405

Studien in Bezug auf multiple Sklerose

Über die Wirkung von Vitamin D bei multipler Sklerose liegt eine Vielzahl von Studienergebnissen vor. Mehrere Forschungsarbeiten zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D3 Mangel in der frühen Kindheit und dem Ausbruch der Autoimmunerkrankung im späteren Leben [1] [2] [3]. Wissenschaftler konnten anhand von Tierversuchen nachweisen, dass die Gabe von Vitamin D die Folgen der multiplen Sklerose zum Teil rückgängig machen kann.

Der vielseitige Vitalstoff unterstützt die Reparatur der zerstörten Isolationsschicht (Myelinscheide) von Nervenfasern im zentralen Nervensystem [4] [5]. Ein hoher Vitamin D3 Spiegel im Blut ist in die Lage, bei MS-Patienten das Ausmaß weiterer Schädigungen der Nerven zu verringern [6]. Mehrere placebokontrollierte Doppelblindstudien belegen, dass Vitamin D in einer Tagesdosis zwischen 10.000 und 40.000 IE in Kombination mit dem Medikament Interferonbeta einen positiven Effekt auf die Anzahl der entzündlichen Herde (Läsionen) im ZNS und die Häufigkeit der Krankheitsschübe hat [7] [8] [9].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17179460
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23170011
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27903815
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27764518
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27321170
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26462862
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20427749
[8] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22362918
[9] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27919484

Studien zum Thema Vitamin D und Immunsystem

Vor über 30 Jahren entdeckten Wissenschaftler, dass Vitamin D3 das angeborene und das erworbene Immunsystem maßgeblich beeinflusst. Zahlreiche Studien konnten inzwischen den Zusammenhang zwischen Atemwegsinfektionen und einem Vitamin D Mangel belegen. Ab einem 25(OH)D Spiegel von 30 Nanogramm pro Milliliter kommt es wesentlich seltener zu Infekten der oberen Luftwege [1] [2] [3]. Eine Metaanalyse mehrerer europäischer Doppelblindstudien zeigt, dass hohe Vitamin D Konzentrationen im Blut vor einer Ansteckung mit Tuberkulose schützen können [4].

In den letzten Jahren wurden verschiedene Theorien aufgestellt, warum in den Wintermonaten immer wieder Grippeepidemien auftreten. Eine plausible Erklärung liefert eine amerikanische Forschergruppe: Die Anfälligkeit gegenüber Influenzaviren nimmt im Winter zu, weil der Mensch in der dunklen Jahreszeit kein Vitamin D3 selbst produziert und dadurch leicht in eine Mangelsituation gerät [5]. Durch den täglichen Verzehr von 1.200 IE Vitamin D lässt sich das Risiko einer Grippeerkrankung deutlich senken, wie eine Studie mit 167 Schulkindern nachweist [6]. Wenn die Grippe bereits ausgebrochen ist, kann eine Hochdosistherapie helfen (50.000 IE Vitamin D3 täglich), die Krankheit innerhalb weniger Tage auszuheilen [7].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15042122
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3447082/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20559424
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27009076
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2870528/
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20219962
[7] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4463890/

Studien über Vitamin D3 und Depressionen

Die Metaanalyse mehrerer Studien mit über 31.000 Teilnehmern zeigt, dass der Vitamin D Spiegel bei Menschen mit Depression wesentlich niedriger ist als bei Gesunden [1]. In einem Tiermodell wiesen australische Forscher einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D3 Mangel und Veränderungen in der Zusammensetzung der Glückshormone Dopamin, Serotonin und Noradrenalin nach [2]. Patienten mit Winterdepression erhielten im Rahmen einer Studie 100.000 IE Vitamin D3 als Einmalgabe. Innerhalb eines Monats verbesserten sich sowohl der 25(OH)D Wert im Blut als auch die klinischen Symptome [3].

Im Jahr 2016 untersuchte eine iranische Studie mit 169 Frauen die Auswirkung einer Vitamin D3 Therapie auf die Entstehung von Schwangerschaftsdepressionen. Die eine Hälfte der Probandinnen erhielt ab der 26. Schwangerschaftswoche eine Tagesdosis von 2.000 IE Vitamin D. Die anderen Teilnehmerinnen bekamen ein Scheinmedikament (Placebo). Bei den Frauen, die Vitamin D3 einnahmen, traten wesentlich seltener Stimmungsschwankungen auf als in der Placebogruppe [4].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23377209
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28716540
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10888476
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4992225/

Studien mit Vitamin D bei Osteoporose

Gemeinsam mit dem Parathormon steuert Vitamin D3 den Knochenumbau. Ein ausgeprägter Vitamin D Mangel zieht einen Anstieg des Parathormons nach sich. Als Folge kommt es zur Freisetzung von Calcium aus der Knochensubstanz, wodurch die betroffenen Knochen immer dünner werden und leicht brechen [1] [2]. Dieses Krankheitsbild bezeichnen Ärzte als Osteoporose. Mehrere Studien belegen, dass das Osteoporoserisiko mit einem steigenden Vitamin D Spiegel im Blut abnimmt.

Für eine effektive Vorbeugung ist eine 25(OH)D Konzentration von mindestens 30 Nanogramm pro Milliliter (75 nmol/l) erforderlich [3]. Ausreichend hohe Vitamin D3 Spiegel in der Jugend gewährleisten auch im späteren Leben eine normale Regulation des Umbaus der Knochen [4]. Während die Studienergebnisse zur Prävention eindeutig sind, gilt das nicht für die Osteoporose-Behandlung. Eine Metaanalyse klinischer Studien liefert widersprüchliche Ergebnisse über die genaue Einnahmemenge von Vitamin D und Calcium [5].

Links zu den Studien:
[1] https://academic.oup.com/edrv/article/22/4/477/2424112
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12753264
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25660912
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4015454/
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3766590/

Studien in Bezug auf Vitamin D in der Schwangerschaft

Ein Defizit an Vitamin D3 kann bei ungeborenen Kindern zu schweren Missbildungen führen. Da der Embryo über das zirkulierende Biomolekül 25(OH)D der Mutter mit Vitamin D versorgt wird, sollten Frauen eine Mangelsituation während der Schwangerschaft vermeiden [1]. Heutzutage weist in westlichen Industrieländern ein großer Teil der Schwangeren einen ausgeprägten Mangel an Vitamin D auf. Eine klinische Studie mit insgesamt 97 türkischen Frauen zeigt, dass trotz einer Nahrungsergänzung mit 400 bis 600 IE Vitamin D3 pro Tag nur ein Drittel der Schwangeren über einen ausreichend hohen Vitalstoffspiegel verfügt [2].

Zwischen 2007 und 2010 führten Ärzte aus Katar eine Studie mit 97 schwangeren Frauen durch. Die Teilnehmerinnen erhielten jede Woche 50.000 IE Vitamin D, das oral eingenommen wurde. Regelmäßig durchgeführte Untersuchungen ergaben, dass die Blutkonzentration von 25(OH)D nach der Hochdosis-Therapie sowohl bei den Schwangeren als auch bei den neugeborenen Kindern im Normalbereich lag [3].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5466149/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5838372/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3991049/

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