Schöne Haut und Haare durch die Einnahme von Vitamin D?

Die Haut spielt bei der Herstellung von Vitamin D eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig schützt Vitamin D3 unsere äußere Körperhülle und beugt der Entstehung von Hautkrankheiten sowie Haarausfall vor.

Vitamin D ist wichtig für die Haut

Vitamin D und die Haut

Unsere Haut bildet eine lebensnotwendige Barriere zwischen dem Körperinneren und der Umwelt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Eindringen von Mikroorganismen und Fremdkörpern zu unterbinden.

Vitamin D3 nimmt zahlreiche Funktionen bei der Gesunderhaltung unserer äußeren Körperhülle wahr.

Der vielseitige Vitalstoff Vitamin D

Ein Vitamin D3 Mangel hat schwerwiegende Konsequenzen für die äußere Hülle unseres Körpers. Die Haut wird dünn, trocknet aus und platzt auf. Da die Barrierefunktion gestört ist, können Bakterien, Viren und Pilze leicht in den Organismus eindringen. Als Folge kommt es vermehrt zu Infektionen, Entzündungen und Hautausschlägen. Darüber hinaus steigt das Risiko, an Schuppenflechte, Akne oder Neurodermitis zu erkranken. Bei einer Unterversorgung mit Vitamin D heilen Verletzungen an der äußeren Hautschicht und den Schleimhäuten wesentlich langsamer ab. Nicht selten altert die Haut vorzeitig und es bilden sich vermehrt Falten. Ein Vitalstoffmangel in der Kopfhaut kann zu einem Verlust der Haare führen.

Vitamin D hilft gegen Erkrankungen der Haut

Seit Langem ist bekannt, dass Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis von einer Lichttherapie profitieren. Bei der Behandlung werden die betroffenen Hautstellen für eine bestimmte Zeit UV-A-Strahlung (PUVA), UV-B-Strahlung (Breitspektrum) oder einer kombinierten UV-A- und UV-B-Strahlung ausgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Therapieform lässt sich dadurch erklären, dass UV-Strahlen die körpereigene Produktion von Vitamin D3 in der Haut anregen.

Da Vitamin D die Immunantwort des Körpers maßgeblich beeinflusst und Entzündungsreaktionen kontrolliert, kann der wertvolle Vitalstoff überschießende Abwehrreaktionen des erworbenen Immunsystems dämpfen. Als Folge heilen Hautekzeme schneller ab. Neben Neurodermitis und Psoriasis setzen Ärzte Vitamin D3 in Form von Tabletten, Kapseln oder Salben auch bei Akne, Lupus erythematodes der Haut sowie Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ein.

Vitamin D für die Haut bei der Aknebehandlung

Weltweit sind mehrere Milliarden Menschen von Akne betroffen. Die Ursache ist eine verstärkte Talgproduktion (Seborrhoe), die gemeinsam mit einer Verhornungsstörung von Talgdrüsenfollikeln auftritt. Als Folge verstopfen die Talgdrüsen und es kommt an den entsprechenden Stellen zur Bildung von Mitessern (Komedonen). Wenn sich eines der Komedos entzündet, entsteht entweder ein Knötchen, eine Pustel oder eine Papel. Bereits im Jahr 1933 wurde eine Forschungsarbeit mit Vitamin D3 bei Aknepatienten durchgeführt. An der klinischen Studie nahmen 35 Männer und Frauen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren teil.

Nach einer Vitamin D Einnahme von vier bis fünf Wochen verbesserte sich das Hautbild bei 90 Prozent der Probanden signifikant. Ähnlich beeindruckende Ergebnisse lieferte eine Studie, die aus dem Jahr 1938 stammt. Koreanische Forscher stellten 2016 fest, dass Aknepatienten eine deutlich verminderte Vitamin D3 Konzentration im Blut aufweisen. Obwohl die Studienlage zurzeit noch dünn ist, sprechen die vorliegenden Ergebnisse für eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D bei jeder Form von Akne.

Neurodermitis und Vitamin D3

In der Medizin wird die Neurodermitis meistens als atopisches Ekzem bezeichnet. In westlichen Ländern sind fünf bis 20 Prozent der Kinder und etwa zwei Prozent der Erwachsenen davon betroffen. Charakteristisch für das Krankheitsbild ist eine trockene, empfindliche und stark juckende Haut. In unterschiedlich ausgeprägten Schüben tritt immer wieder ein Hautausschlag auf, der als akute Entzündung beginnt. Die geschwollenen, geröteten und nässenden Ekzeme bilden nach einiger Zeit Verschorfungen, die schließlich abheilen. Neurodermitis-Schübe werden durch verschiedene Provokationsfaktoren (sogenannte Trigger) wie Nahrungsmittel, Schweiß, Alkohol, Allergene, falsche Hautpflegemittel Stress oder Hormonveränderungen (Schwangerschaft, Menstruation) ausgelöst.

Obwohl die genauen Ursachen bis heute nicht bekannt sind, vermuten Wissenschaftler ein Zusammenspiel aus Vererbung, Umwelteinflüssen und einer Fehlsteuerung des Immunsystems. Mehrere Studien konnten inzwischen nachweisen: Vitamin D ist bei Neurodermitis gut für die Haut. Die orale Einnahme des Vitalstoffs bewirkt deutliche Verbesserungen des Krankheitsverlaufs. Der Grund liegt darin, dass Vitamin D3 das angeborene Immunsystem steuert und Entzündungen hemmt. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2011 mit 37 Kindern belegt den Zusammenhang zwischen einem Vitamin D Mangel und dem Auftreten von Neurodermitis. Je ausgeprägter das Defizit umso gravierender sind die Hauterscheinungen.

Bei Schuppenflechte ist Vitamin D gut für die Haut

Die Psoriasis stellt die Folge einer Autoimmunerkrankung dar, an der in Deutschland zwei Millionen Menschen leiden. Im Verlauf der Krankheit greift das Immunsystem eigene Hautzellen an. Dadurch kommt es an den betroffenen Stellen zu Entzündungen sowie einer vorzeitigen Erneuerung der Hautschicht. Die alten Hautzellen lösen sich nicht einzeln ab wie in der gesunden Haut, sondern verklumpen und bilden silbrig glänzende Schuppen. Da Vitamin D3 eine entzündungshemmende Wirkung besitzt, kann der Vitalstoff die Symptome der Schuppenflechte lindern.

In mehreren Studien verbesserten sowohl die orale Einnahme als auch die äußerliche Anwendung von Vitamin D das Hautbild der Probanden. Aus diesem Grund verordnen viele Hautärzte bei Schuppenflechte eine Vitamin D3 haltige Creme. Da die meisten Psoriasis-Patienten einen ausgeprägten Vitalstoffmangel aufweisen, lohnt sich zusätzlich eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D. Erfahrungsberichte von naturheilkundlich orientierten Ärzten und Heilpraktikern zeigen, dass eine optimale Vitamin D3 Versorgung den Einsatz von Cortison deutlich verringern kann.

Ein Vitamin D Mangel kann zum Ausfall der Haare führen

Vitamin D Mangel und Haarausfall

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass ein Mangel an Vitamin D3 einen Haarausfall nach sich ziehen kann. Das vielseitige Biomolekül spielt eine entscheidende Rolle bei der Stimulierung unserer Haarfollikel. Wenn der Vitamin D Spiegel im Blut zu gering ist, stoppt das Wachstum der Haare und sie fallen mit der Zeit aus. Mithilfe von Tierstudien konnten Wissenschaftler den Grund herausfinden:

Die Wirkung von Vitamin D3 auf den Haarzyklus wird durch die Bindung an Vitamin D Rezeptoren (VDR) hervorgerufen, die sich an der Haarwurzel und der inneren Haarwurzelscheide befinden. Versuchstiere, bei denen die VDR inaktiviert wurden, verloren nach rund einem Monat fast alle Haare.

Forschungen an männlichen Patienten mit kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) zeigten, dass alle Betroffenen ein Defizit an Vitamin D3 aufwiesen. Je ausgeprägter die Mangelsituation umso dramatischer äußerte sich der Befund. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2016 bestätigte diese Ergebnisse. Bei 44 Studenten aus Indien mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren verglichen die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen der Vitamin D Konzentration im Blut und dem Auftreten eines diffusen Haarausfalls. Diese Art des Haarverlustes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Haare gleichmäßig auf dem gesamten Kopf ausfallen. Dadurch erscheint die Haarpracht insgesamt dünner.

Vor allem die betroffenen Studentinnen hatten einen deutlichen Vitamin D3 Mangel. Zwei Tierstudien belegen, dass Vitamin D ebenfalls vor dem Haarausfall nach einer Chemotherapie (chemotherapieinduzierte Alopezie) schützen kann. Die Forscher trugen Calcitriol, die biologisch aktive Form von Vitamin D3, auf die Haut der Versuchstiere auf und verabreichten anschließend verschiedene chemotherapeutische Medikamente. Die äußerliche Anwendung von Vitamin D verhinderte den Ausfall der Haare bei einigen der untersuchten Chemotherapeutika. Ob sich dieses Ergebnis auch auf Umweltgifte übertragen lässt, konnte noch nicht geklärt werden.

Fazit: Vitamin D hat eine positive Wirkung auf Haare und Haut

Vitamin D3 stellt einen entscheidenden Faktor für die Gesundheit von Haaren und Haut dar. Der wertvolle Vitalstoff reguliert das körpereigene Abwehrsystem und hält Entzündungsreaktionen unter Kontrolle. Zahlreiche klinische Studien konnten die Wirksamkeit von Vitamin D bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis nachweisen. Da Erkrankungen der Haut in der Regel mit einem Vitalstoffmangel einhergehen, lohnt sich die Verbesserung des Vitamin D Status. Mehrere Forschungsarbeiten legen den Schluss nahe, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D3 den Ausfall der Haare verhindern kann. In Tierversuchen ist der wertvolle Vitalstoff in der Lage, einer Verschlimmerung des Haarausfalls entgegenzuwirken.

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