Vitamin B5 hat eine positive Wirkung bei Wundheilung und Sonnenbrand

Die Haut ist des Menschen größtes, aber auch sein verletzlichstes Organ. Sie grenzt den Körper nach außen ab und fungiert als natürliche Barriere, die das Eindringen von schädlichen Stoffen und Einflüssen von außen verhindert. Ist die Haut verletzt, besteht auch für den Rest des Körpers große Gefahr, da unerwünschten Eindringlingen Tür und Tor geöffnet ist.

Es sollte daher das unbedingte Bestreben sein, Verletzungen der Haut so schnell wie möglich zu kurieren. Die häufigsten Verletzungen stellen dabei Wunden dar, zu denen auch der Sonnenbrand zählt.

Natürlich sollte es erst gar nicht so weit kommen, dass die Haut nachhaltig geschädigt wird. Allerdings lässt sich das nicht in allen Fällen vermeiden. Daher ist eine angemessene Vorsorge besonders wichtig, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Ein probates Mittel für diese Vorsorge ist Vitamin B5, auch als Pantothensäure oder Panthenol bezeichnet.

Dieser Ratgeber klärt über den Einsatz von Vitamin B5 sowohl bei Sonnenbränden als auch bei Wunden und anderen Hautverletzungen auf.

Wundheilung durch Vitamin B5?

Wundheilung mit Vitamin B5

Vitamin B5 wird in Form von Panthenol in Pharmazeutika, Kosmetika und Körperpflegeprodukten als Feuchthaltemittel eingesetzt, z. B. in Salben, Lotionen, Shampoos, Nasensprays, Augentropfen, Lutschtabletten und Reinigungslösungen für Kontaktlinsen.

In Salben kommt es zur Behandlung von Sonnenbrand, leichten Verbrennungen, kleineren Hautverletzungen und -störungen (in Konzentrationen von 2 - 5 %) zur Anwendung. Es verbessert die Feuchtigkeitsversorgung, reduziert Juckreiz und Entzündungen der Haut, optimiert die Hautelastizität und beschleunigt die Heilungsrate der epidermalen Wunden. Zu diesem Zweck wird es teilweise auch mit Allantoin kombiniert. Von Tätowierern wird Vitamin B5 als Feuchtigkeitsspender nach dem Tätowiervorgang empfohlen.

Eine besonders häufige Anwendung erfährt Vitamin B5 bei Verletzungen der Haut durch UV-Einfluss, also durch die Sonne - gemeinhin auch als Sonnenbrand bekannt.

Was ist ein Sonnenbrand?

Sonnenbrand

Sonnenbrand ist eine Form der Strahlenverbrennung, die sich auf lebendes Gewebe, wie z. B. die Haut, auswirkt. Sie entsteht durch eine Überbelichtung mit ultravioletter (UV-) Strahlung, die durch die Sonne erzeugt wird. Häufige Symptome bei Menschen und Tieren sind rote oder rötliche Haut, die sich heiß anfühlt, Schmerzen, allgemeine Müdigkeit und leichter Schwindel. Ein Überschuss an UV-Strahlung kann im Extremfall lebensbedrohlich sein. Übermäßige UV-Strahlung ist die Hauptursache für gut- und bösartige Hauttumore.

Sonnenbrand ist eine entzündliche Reaktion in der Haut, die durch direkte DNA-Schäden infolge der UV-Strahlung ausgelöst wird. Wenn die DNA der Hautzellen durch UV-Strahlung übermäßig geschädigt wird, wird der Zelltod vom Typ I ausgelöst und die abgestorbene Haut anschließend ersetzt.

Sonnenbrand und die Gegenmaßnamen: Vitamin B5 ist ein probates Mittel

Sonnenschutzmaßnahmen wie Sonnencremes und Sonnenschutzkleidung sind weit verbreitet, um Sonnenbrand und den im schlimmsten Fall daraus resultierenden Hautkrebs zu verhindern. Kinder, auffallend blasse und hellhäutige Menschen sowie Menschen mit Krankheiten sind besonders anfällig für Sonnenbrand und sollten daher verstärkte Schutzmaßnahmen ergreifen.

Neben den bereits erwähnten Sonnenschutzcremes und spezieller Bekleidung gegen UV-Einwirkung (Sonnenhüte usw.) sind es auch Vitamine und Mineralien, die einen direkten Einfluss auf unsere Hautgesundheit haben. Eines der am meisten eingesetzten Vitamine sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Sonnenbrand ist Vitamin B5 bzw. Pantothensäure. Es ist im Handel in verschiedenen Formen erhältlich, als Einzelmittel oder auch in Form eines Kombinationspräparates bzw. Vitaminkomplexes.

Wann Vitamin B5 einnehmen? Anzeichen und Symptome eines Sonnenbrandes

Typischerweise kommt es beim Sonnenbrand zu einer anfänglichen Rötung (Erythem), gefolgt von unterschiedlich starken Schmerzen, die proportional zur Dauer und Intensität der Exposition sind. Weitere Symptome können Blasenbildung, Schwellung (Ödem), Juckreiz, Hautabschuppung, Hautausschlag, Übelkeit, Fieber, Schüttelfrost und Ohnmacht sein. Außerdem wird bei der Verbrennung eine kleine Menge Wärme abgegeben, die durch die Konzentration des Blutes im Heilungsprozess entsteht und dem betroffenen Bereich ein warmes Gefühl verleiht. Sonnenbrände können als oberflächliche oder partielle Verbrennungen klassifiziert werden. Blasenbildung ist ein Zeichen für einen Sonnenbrand zweiten Grades.

Geringfügige Sonnenbrände verursachen in der Regel nur leichte Rötungen an den betroffenen Stellen. In schwerwiegenderen Fällen kann es zur Blasenbildung kommen. Extreme Sonnenbrände können bis zur Entkräftung schmerzhaft sein und eine Krankenhausbehandlung erfordern.

Sonnenbrand kann in weniger als 15 Minuten auftreten, wenn der Körper unabgeschirmt intensivem ultravioletten Licht ausgesetzt wird. Dennoch ist der zugefügte Schaden oft nicht sofort ersichtlich. Nach der Exposition kann die Haut innerhalb von 30 Minuten rot werden, in den meisten Fällen dauert es aber 2 bis 6 Stunden. Der Schmerz ist in der Regel am stärksten 6 bis 48 Stunden nach der Exposition. Die Verbrennung setzt sich dann für 1 bis 3 Tage fort, gelegentlich gefolgt von einem Schälen der Haut in 3 bis 8 Tagen. In einigen Fällen können das Schälen und der Juckreiz mehrere Wochen andauern.

Vitamin B5: Ein Powervitamin bei Sonnenbrand?

Der effektivste Weg, Sonnenbrand zu verhindern, ist die Reduzierung der UV-Strahlung, die die Haut erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation, die American Academy of Dermatology und die Skin Cancer Foundation empfehlen folgende Maßnahmen, um übermäßige UV-Exposition und Hautkrebs zu verhindern:

Die regelmäßige Einnahme geeigneter Vitamine beeinflusst die Anfälligkeit für Sonnenbrand, die Erholung von einem Sonnenbrand und das Risiko von Sekundärkomplikationen durch den Sonnenbrand positiv. Mehrere Antioxidantien, insbesondere essentielle Vitamine, haben sich als wirksam zum Schutz vor Sonnenbrand und Hautschäden im Zusammenhang mit ultravioletter Strahlung erwiesen, sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.

Verschiedene wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Supplementierung mit Vitamin B5 eine schützende Wirkung gegen Sonnenbrand erzeugen kann. Näheres dazu erläutert das Kapitel „Vitamin B5 Studien" auf dieser Website.

Vitamin B5 bei schlechter / langsamer Wundheilung

Nicht nur bei Sonnenbränden, sondern auch bei fast allen anderen Arten von Hautverletzungen bzw. Wunden kann Vitamin B5 erfolgreich eingesetzt werden. Pantothensäure verbessert die Heilung, indem sie die Wanderung von Zellen in den verwundeten Bereich fördert und so eine Epithelisierung bewirkt. Gleichzeitig mit der Migration neuer Zellen in den verwundeten Bereich wird die Zellteilung erhöht und die Proteinsynthese gesteigert, was die Effizienz des Heilungsprozesses verbessert. Vitamin B5 hilft außerdem, ein Übermaß an Entzündungsreaktionen in der Wunde zu verhindern und verbessert nachweislich die chirurgische Wundheilung.

Dazu ein Beispiel: Französische Forscher untersuchten die kombinierte Supplementation mit den Vitaminen B5 und C vor der Entfernung von Tätowierungen. Eine Woche vor der Operation verabreichte man einem Teil der Patienten 200 mg Vitamin B5 und 1 g Vitamin C. Die Narben aller Patienten wurden 75 Tage nach der Operation begutachtet. Die Narben derjenigen, die mit den Vitaminen B5 und C supplementiert wurden, waren besser verheilt und hatten mehr Farbe infolge besserer Durchblutung.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Vitamine mehr Mineralien in die Wundgebiete „rekrutiert“ hatten. Zu diesen Mineralien gehörten Kupfer, Magnesium und Mangan, die nachweislich die Wundheilung fördern. Auch hielten die Vitamine B5 und C schädliches Eisen von den Wundflächen fern und begünstigten so den Heilungsprozess. Die gleiche Gruppe von Forschern fand heraus, dass eine Supplementation mit Vitamin B5 auch die Heilung von Wunden stärkt, die bei einer Darmoperation auftreten.

Fazit: Vitamin B5 ist eine sehr gute Vorsorge gegen Sonnenbrände und beschleunigt die Wundheilung

Man sollte nicht handeln, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist - so eine alte Volksweisheit. Daher empfiehlt es sich, insbesondere in den Frühlings- und Sommermonaten den Eigenschutz der Haut durch die Einnahme von Vitamin B5 zu stärken. So kann den schädlichen Auswirkungen von Sonnenbränden vorgebeugt werden und Verletzungen der Haut heilen allgemein schneller und besser.

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