Vitamin A Mangel - was kann er verursachen?

Eine repräsentative Studie aus dem Jahre 2008 brachte Überraschendes zutage: Ein Vitaminmangel kommt nicht nur in den armen Ländern der Dritten Welt vor, sondern betrifft auch zahlreiche Mitteleuropäer. Von rund 20.000 Studienteilnehmern im Alter zwischen 14 und 80 wurde das Essverhalten während eines Jahres erfasst und ausgewertet. Unter anderem konnte gezeigt werden, dass etwa 10 Prozent aller Deutschen, Österreicher und Schweizer von einem eindeutig erkennbaren Vitamin A Mangel betroffen ist. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben einer unausgewogenen und vitalstoffarmen Ernährung spielt vor allem der erhöhte Vitamin A Bedarf eine wichtige Rolle. Neben verschiedenen Beschwerden am Auge können durch den Mangel Haarausfall sowie unterschiedliche Symptome Haut auftreten.

Gründe für einen Vitamin A Mangel

Die Hauptursache für ein Defizit an Vitamin A liegt in der einseitigen und falschen Ernährung der meisten Menschen. Wer kaum Fleisch oder tierische Lebensmittel zu sich nimmt und im Wesentlichen industriell erzeugte, pflanzliche Nahrung verzehrt, riskiert eine langsam fortschreitende Unterversorgung mit Vitamin A. Die Gefahr ist besonders hoch, wenn durch Stress oder bestimmte chronische Krankheiten ein erhöhter Bedarf an dem lebenswichtigen Vitalstoff besteht. Während der Schwangerschaft sowie der Stillzeit benötigen Frauen deutlich mehr Vitamin A und geraten dadurch schnell in eine Mangelsituation.

Eine Schwangere, die an einem Vitamin A Mangel leidet, kann ihr Ungeborenes nicht ausreichend mit dem vielseitigen Biomolekül versorgen. Als Folge weist auch das Kind ein Vitamin A Defizit auf. Je nachdem, wie stark der Mangel ausgeprägt ist, kann es zu gravierenden Störungen bei der Entwicklung des Kindes kommen. Muttermilch enthält größere Mengen an Vitamin A, die ein gesundes Wachstum des Säuglings gewährleisten. Mütter, die ihre Kinder nicht stillen, nehmen unwissentlich das Risiko einer Vitamin A Unterversorgung in Kauf. Zusätzlich zu den Problemen im Zusammenhang mit der Ernährung sind noch weitere Gründe für Vitamindefizite bekannt. Wenn im Darm zu wenig Vitamin A aufgenommen wird, entsteht mit der Zeit ein Mangel.

Zu den Ursachen gehören entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) sowie eine Nahrungsmittel-Intoleranz oder eine Allergie. Bei diesen Krankheitsbildern ist die Aufnahme der Nahrungsbestandteile durch die Darmwand in die Blut- beziehungsweise die Lymphbahn häufig gestört (Malabsorption) und es kommt zu Durchfällen. Wenn man nicht gegensteuert, verarmt der Körper mit der Zeit an wertvollen Vital- und Nährstoffen. Einen weiteren möglichen Grund stellt der Missbrauch von Abführmitteln dar (Laxantienabusus). Wer diese Mittel regelmäßig einnimmt, riskiert unter anderem ein Vitamin A Defizit. Weitere Ursachen für Mangelerscheinungen sind: Parasitenbefall des Darms (Giardiasis), Mukoviszidose, Mangel an Verdauungsenzymen aufgrund einer Störung der Bauchspeicheldrüse (Pankreasinsuffizienz), übermäßiger Alkoholkonsum sowie Erkrankungen der Leber.

Was sind die Symptome für einen Vitamin A Mangel

Die ersten Symptome eines Vitamin A Defizits zeigen sich häufig an den Augen. Das Auge wird trocken und entzündet sich leicht. Die Anpassungsfähigkeit an schlechte Sichtverhältnisse oder Dunkelheit nimmt ab. Die Einschränkung der Sehfähigkeit, die auch als Nachtblindheit bezeichnet wird, gilt als typisches Zeichen eines beginnenden Vitamin A Mangels. Menschen, die unter Nachtblindheit leiden, können bei geringer Beleuchtung verschiedene Objekte nicht mehr auseinanderhalten. Wenn genügend Licht vorhanden ist, sehen sie hingegen normal. Unbehandelt schreitet die Sehstörung weiter fort und es kann zur Erblindung kommen.

Da Vitamin A eine Schlüsselrolle bei der Aktivierung des Immunsystems spielt, treten bei einem Mangel Haut und Schleimhaut Symptome auf. Betroffen sind vor allem die Schleimhäute in Mund, Nase, Rachen, den Bronchien, den Harnwegen und im Verdauungstrakt. Als mögliche Folgen zeigen sich wiederkehrende Infektionen der Atemwege, der Lunge, des Darms, der Nieren, der Blase sowie der Harnleiter. Zu den Mangelerscheinungen gehört ebenfalls die verlängerte Erholungsphase (Rekonvaleszenz) nach einem Infekt.

Da Vitamin A unsere äußere Körperhülle schützt und ihr Spannkraft verleiht, können bei einem Mangel auch Symptome Haut auftreten. Dazu zählt eine trockene, schuppige Haut, Pigmentflecken sowie eine vorzeitige Hautalterung. Darüber hinaus werden häufige und hartnäckige Hautinfektionen beobachtet. Die erhöhte Infektionsneigung hängt vor allem mit einem veränderten pH-Wert der Hautoberfläche zusammen. Als Folge eines Vitamin A Defizits kann es zu einer Verhornungsstörung der Zellen (Hyperkeratose) kommen, sodass die Hautdicke zunimmt. Bei einem Vitamin A Mangel Haut produziert unser Körper zu viel Talg, wodurch das Risiko der Entstehung von Pickeln und Akne steigt.

Vitamin A kräftigt die Haare und macht sie geschmeidig. Darüber hinaus stimuliert der vielseitige Vitalstoff das Haarwachstum und steuert den Fettstoffwechsel der Haarfollikel. Trockene, spröde Haare und eine verstärkte Bildung von Schuppen gehören deshalb ebenfalls zu den möglichen Vitamin A Mangelerscheinungen. In ausgeprägten Fällen kann durch den Mangel Haarausfall auftreten. Vitamin A ist maßgeblich an der Herstellung der roten Blutkörperchen beteiligt (Erythropoese). Bei einem Mangel wird die Erythrozyten Produktion so stark gedrosselt, dass es zu einer Blutarmut (Anämie) kommt. Häufige Anämiezeichen sind: Blässe der Haut, Kurzatmigkeit, Abgeschlagenheit sowie eine rasche Ermüdbarkeit bei körperlicher Anstrengung.

Zu den sonstigen Folgen eines Vitamin A Defizits zählen:

Wie lässt sich ein Vitamin A Mangel feststellen?

In westlichen Industriestaaten kommt im Allgemeinen ein deutliches Vitamin A Defizit mit ausgeprägten Mangelerscheinungen nicht vor. Deshalb fehlen oft die typischen Symptome, die Mediziner aus Entwicklungsländern kennen. Mögliche Anzeichen eines Vitamin A Mangels sind bei uns eher unspezifisch. Zunächst ist häufig das Auge beziehungsweise die Sehfähigkeit betroffen (Nachtblindheit). Nicht selten zeigen sich zusätzlich durch den Mangel Haut Symptome wie Trockenheit und Schuppenbildung. Ob tatsächlich ein Vitamin A Defizit dahintersteckt, lässt sich am einfachsten mithilfe eines Bluttests feststellen. Wer ganz sichergehen will, sollte sich an einen Arzt oder Heilpraktiker wenden.

Wie kann man einen Vitamin A Mangel beheben?

Liegt eine Störung der Nahrungsaufnahme oder eine sonstige chronische Erkrankung vor, steht deren Behandlung im Vordergrund. Betroffene sollten eine Umstellung der Ernährung oder eine Nahrungsergänzung mit Vitamin A Tabletten beziehungsweise Kapseln unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt absprechen. Wenn eine falsche Ernährung oder ein erhöhter Bedarf für den Vitaminmangel verantwortlich ist, stehen prinzipiell drei Möglichkeiten zur Verfügung:

Die einfachste Variante stellt die Nahrungsergänzung mit Vitamin A Tabletten dar. Der große Vorteil besteht darin, dass man keine Vitamin A haltigen Lebensmittel abwiegen und in Retinoläquivalente umrechnen muss.

Fazit: Ein Mangel an Vitamin A lässt sich in der Regel leicht beseitigen

Eine groß angelegte Ernährungsstudie konnte im Jahr 2008 nachweisen, was Heilpraktiker und naturheilkundlich arbeitende Ärzte schon lange wissen: Ein Mangel an lebenswichtigen Vitaminen ist in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet. Jeder zehnte Bundesbürger weist eine biochemisch nachweisbare Vitamin A Unterversorgung auf. Die Hauptursache liegt einerseits in dem Verzehr nährstoffarmer Erzeugnisse aus industrieller Landwirtschaft.

Aufgrund des massiven Einsatzes von Antibiotika und Hormonen in der Massentierhaltung sowie Pestiziden beim Pflanzenschutz benötigt unser Körper darüber hinaus größere Mengen an Vitalstoffen, um diese künstlichen Zusätze zu neutralisieren. Wer sich überwiegend von Produkten aus dem Supermarkt ernährt, gerät deshalb leicht in ein Vitamin A Defizit. Mithilfe von Vitamin A Tabletten oder Kapseln lässt sich auf einfache Weise der Mangel beheben.

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