Die Wirkungsweise von Vitamin A ist wissenschaftlich belegt

Als Vorstufen lebensnotwendiger Biomoleküle spielen Vitamine eine entscheidende Rolle bei zahlreichen körpereigenen Prozessen. Viele sogenannte Alterskrankheiten hängen mit einer Unterversorgung an Vitalstoffen zusammen. Eine Studie aus dem Jahr 2017 weist nach, dass bei deutschen Senioren oft ein ausgeprägtes Defizit an Vitaminen besteht [1].

Häufig unterschätzt wird der erhöhte Vitamin A Bedarf bei chronischen Erkrankungen, sodass die Betroffenen leicht in eine Mangelsituation geraten können. Eine Vielzahl an Studien belegt die herausragende Funktion von Vitamin A im Zusammenhang mit Immunreaktionen, Stoffwechselprozessen, Knochenaufbau, Zellwachstum, dem Sehvermögen sowie einem guten Gedächtnis. Darüber hinaus liegen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Rolle des Vitalstoffs bei der Entstehung verschiedener Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herzkrankheiten vor.

Link zur Studie:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29168737

Studie über den Zusammenhang zwischen Vitamin A und Herzkrankheiten

Die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) gilt als wichtigste Ursache für das Auftreten von Herzkrankheiten. Bei der koronaren Herzkrankheit verengen sich die Herzkranzgefäße und können Beschwerden auslösen wie Brustenge (Angina Pectoris), Atemnot, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfall. Mehrere Tierversuche und Studien in Zellkulturen zeigen, dass Vitamin A verschiedene Prozesse beeinflusst, die eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose spielen.

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21810483

Studien in Bezug auf das Sehvermögen

Im Laufe der Evolution von Einzellern zum Tierreich hat sich Vitamin A als Vorläufer von Lichtsensoren (Opsinen) im Auge bewährt [1]. In verschiedenen Tiermodellen (speziell gezüchteten Versuchtieren) konnten Forscher die Funktion von Retinol als Schlüsselkomponente beim Sehvorgang aufklären [2]. Eine Reihe von enzymatischen Reaktionen ist an der Umwandlung von Vitamin A zum Sehpigment Rhodopsin (Sehpurpur) beteiligt. Bei einer Störung von einem dieser Vorgänge kommt es zu Einschränkungen des Sehvermögens bis zur Erblindung [3].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3546623/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3265843/
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3738993/

Studien über die Wirkung von Vitamin A auf Haut & Haare

Zahlreiche klinische Studien wurden bisher durchgeführt, um die Wirkung von Vitamin A auf die Haut zu untersuchen [1]. Eine Studie aus dem Jahre 2007 konnte nachweisen, dass durch ein äußerliches Auftragen von Vitamin A das Erscheinungsbild der natürlich gealterten Haut deutlich verbessert wird. Bei 36 Bewohnern eines Altersheims mit einem Durchschnittsalter von 87 Jahren erfolgte eine regelmäßige Anwendung einer Retinol haltigen Creme an einem Arm, während der andere unbehandelt blieb. Nach einem halben Jahr wurden die beiden Arme der Probanden verglichen. Das Ergebnis: Äußerlich angewendetes Vitamin A sorgt für ein gesünderes Hautbild und verringert die Falten [2].

Die Wirksamkeit von Vitamin A Säure bei leichter und mittelschwerer Akne konnte in mehreren klinischen Studien nachgewiesen werden. In einer Studie mit über 1.500 Teilnehmern verbesserte sich nach 12 Wochen das Hautbild bei den Patienten deutlich, die täglich eine Vitamin A Säure haltige Creme verwendeten [3]. Die Wirkung von Retinol und Vitamin A Säure auf das Wachstum der Haare wurde in mehreren Studien bestätigt. Selbst bei Haarausfall zeigten sich Erfolge: 56 Studienteilnehmern, die unter Haarausfall (androgenetische Alopezie) litten, trugen ein Vitamin A Säure haltiges Präparat auf die Kopfhaut auf. Nach einem Jahr hatten sich bei 58 Prozent der Anwender an mehreren Stellen neue Haare gebildet. Bei einer Studienteilnehmerin konnte sogar nach einer 20-jährigen Kahlköpfigkeit das Haarwachstum durch Vitamin A Säure stimuliert werden [4].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2699641/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17515510
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19363908
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3771854

Vitamin A Studien in Bezug auf das Immunsystem

Zahlreiche Studien zeigen die herausragende Bedeutung von Vitamin A bei der Immunabwehr. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Vitamin A Säure eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des Immunsystems in der Haut und den Schleimhäuten spielt [1,2]. Der wertvolle Vitalstoff übt nicht nur einen entscheidenden Einfluss auf die Produktion von B- und T-Lymphozyten aus, sondern ist ebenfalls an der Bildung von Antikörpern beteiligt [3]. Weitere Studien weisen nach, dass Vitamin A, Entzündungsreaktionen reguliert [4] und den sogenannten Tumornekrosefaktor (TNF-alpha) hemmen kann [5]. Bei TNF-alpha handelt es sich um einen vielseitigen Signalstoff (Zytokin) unseres Immunsystems, der unter anderem Entzündungen auslöst.

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22120429
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28098786
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28526622
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28768292
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17313834

Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Vitamin A und dem Stoffwechsel

In westlichen Industrieländern leiden viele Menschen unter Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas). Sogar zwei Drittel aller Erwachsenen sind in den USA davon betroffen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht nur die zu hohe Kalorienaufnahme sowie vererbte Faktoren in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Bei übergewichtigen Menschen ist darüber hinaus die Stoffwechselaktivität häufig reduziert. Mehrere Tierversuche mit Mäusen weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vitamin A Stoffwechsel und der Entstehung von Adipositas hin [1]. Da Retinol im menschlichen Organismus einen maßgeblichen Einfluss auf den Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel ausübt, übernimmt der Vitalstoff eine Schlüsselrolle in stoffwechselaktiven Organen [2]. Wer sein Gewicht reduzieren möchte, sollte deshalb zusätzlich auf eine ausreichende Vitamin A Versorgung achten.

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3257733/
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4449691/

Studien zum Zellwachstum

Vitamin A reguliert die Differenzierung von Stammzellen [1]. Unter diesem Begriff verstehen Biologen die Entwicklung von spezialisierten Körperzellen (Haut, Leber, Niere usw.) aus den allgemeinen Vorläuferzellen. In mehreren Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass ein Mangel an Vitamin A zu einer Vergrößerung (Hyperplasie) oder einer Veränderung (Metaplasie) verschiedener Gewebearten führt [2]. Da Retinol einen tief greifenden Einfluss auf das Zellwachstum und die Entwicklung des ungeborenen Kindes hat, wird der Plazentatransfer mithilfe verschiedener Mechanismen exakt geregelt [3]. Das bedeutet: Die Plazenta (Mutterkuchen) sorgt als Blutschranke dafür, dass weder zu wenig (Hypovitaminose) noch zu viel (Hypervitaminose) Vitamin A von der Mutter zu dem Embryo gelangt.

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20836077
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2276174
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7832047

Krebsstudien

Nach den Erkenntnissen mehrerer Wissenschaftler steht ein Defizit an Vitamin A oder eine Verminderung seiner Bindungsstellen auf der äußeren Zellhülle (Rezeptoren) in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs [1,2]. Retinol hat nicht nur das Potenzial zur Therapie unterschiedlicher Krebsarten. Im Rahmen der Krebsvorbeugung können Anwender vermutlich ebenfalls von einer Nahrungsergänzung mit Vitamin A profitieren.

Im Zusammenhang mit Leukämie (Blutkrebs) wurden mehrere Studien veröffentlicht, die auf die positive Wirkung von Vitamin A Säure hinweisen [3]. Besonders gut dokumentiert ist die Verbesserung des Blutbildes bei Patienten mit Promyelozytenleukämie nach der Einnahme von Vitamin A [4,5]. Eine klinische Studie mit 413 Patienten ergab, dass nach einer Kombinationsbehandlung aus Chemotherapie und Vitamin A Säure bei 92 Prozent der Teilnehmer eine vollständige Remission der Promyelozytenleukämie auftrat [6].

Links zu den Studien:
[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21073338
[2] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17634071
[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28780376
[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2388471
[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7920173
[6] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10438706/

Studie über die Wirkung von Vitamin A auf das Nervensystem

In mehreren Tierversuchen wurden die Auswirkungen eines Vitamin A Mangels auf das zentrale Nervensystem (Rückenmark, Gehirn) und das periphere Nervensystem untersucht. Unter anderem konnte bei Mäusen ein Zusammenhang hergestellt werden zwischen dem Defizit an Retinol und einer Lernschwäche beziehungsweise einer verminderten Gedächtnisleistung. Darüber hinaus zeigten die Forscher mit Experimenten an verschiedenen Nagetieren, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin A die Lernfähigkeit sowie das Gedächtnis verbessert und einer Vergesslichkeit im Alter vorbeugen kann.

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3169332/

Untersuchungen zum Knochenaufbau

Seit langer Zeit ist bekannt, dass Vitamin A eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau sowie der Entwicklung unseres Skeletts spielt. Da entsprechende klinische Studien aus ethischen Gründen an Kindern nicht durchgeführt werden können, sind die wissenschaftlichen Untersuchungen im Wesentlichen auf Zellkulturen beschränkt. In einer Kultur aus Knochengewebe konnten Forscher nachweisen, dass Retinol und Vitamin A Säure einen aktivierenden Einfluss auf die Zellteilung haben. Abhängig von den Versuchsbedingungen sind beide Vitamin A Formen darüber hinaus in der Lage, die Produktion von Kollagen zu hemmen.

Die Wissenschaftler sehen in diesen Erkenntnissen den Beweis dafür, dass Vitamin A und Retinsäure

Link zur Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2804086

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