Wissenschaftlich belegt: Vitamin E hilft gegen Arthrose

Schmerzhafte Arthrosen haben immer mit Entzündungsprozessen in den Gelenken zu tun. Die Knorpelschichten, die aufeinander gleiten, können sich aus den verschiedensten Gründen entzünden und sich aufgrund eines Verlustes ihrer Struktur abnutzen. Um diesen Prozess aufzuhalten, sind hochwirksame Antioxidanzien und entzündungshemmende Stoffe notwendig. Über beide Eigenschaften verfügt Vitamin E in hohem Maße.

Für Gelenke ist es daher wichtig, dass in der Gelenkflüssigkeit genügend Vitamin E vorhanden ist, um sein antioxidatives und entzündungshemmendes Potenzial einsetzen zu können. Die Gelenk- oder Synovialflüssigkeit übernimmt über ihre Schmierfunktion hinaus die Versorgung des Knorpels mit Nähr- und Wirkstoffen. Die Einnahme von hochdosiertem Vitamin E stellt sicher, dass ein Teil des Vitamins über den Blutkreislauf und die innere Schleimhaut der Gelenkkapsel in die Synovialflüssigkeit gelangt.

Vitamin E kann bei Arthrose helfen

Vitamin E und Arthrose

Alle Säugetiere, zu denen bekanntlich auch der Mensch zählt, verfügen über Gelenke verschiedenster „Bauart“. Es handelt sich beispielsweise um Kugel-, Sattel-, Scharnier- und noch weiteren Gelenkarten. Allen Gelenken ist gemeinsam, dass die im Gelenk zusammenkommenden zwei oder mehr Knochenenden gegeneinander beweglich sein müssen und dabei unterschiedliche Bewegungsspielräume und unterschiedliche Belastungsmöglichkeiten aufweisen. Ähnlich wie bei Maschinen auch, sind die Gelenkflächen, die aufeinander gleiten müssen mit einer gehärteten Schicht, dem Knorpel, überzogen.

Damit die Knorpelflächen möglichst reibungsarm gleiten können, sind die Gelenke in eine Gelenkkapsel eingepackt, die ihm Festigkeit verleiht und die sogenannte Synovialflüssigkeit erzeugt. Die aufeinander gleitenden Gelenkflächen sind daher immer mit einem dünnen Film von Flüssigkeit überzogen. Weil die Knorpelschicht sehr dicht gepackt ist, kann sie zur Versorgung mit Nährstoffen und zur Entsorgung von Stoffwechselprodukten nicht mit Blutgefäßen durchzogen sein. Die Aufgabe der Ver- und Entsorgung übernimmt zusätzlich die Synovialflüssigkeit.

Aus verschiedensten Gründen kann die Gelenkfläche in einem Gelenk überlastet werden oder die Versorgung durch die Synovialflüssigkeit unzureichend sein. Die Folge sind meist eine Auffaserung und eine Abnutzung der Gelenkfläche. Häufig wird der Prozess von Entzündungsreaktionen begleitet und es kommt zu der typischen, schmerzhaften Arthrose im Gelenk. Hier kann hochdosiertes Vitamin E fast sein gesamtes Potenzial einbringen. Es wirkt gegen Entzündungen und kann unter Umständen den Prozess der fortschreitenden Arthrose stoppen oder zumindest deutlich verlangsamen. Zusätzlich kann Vitamin E als eines der stärksten natürlichen Antioxidanzien einer Zerstörung des Knorpels durch freie Sauerstoffradikale entgegenwirken.

Durch die entzündlichen Prozesse im Gelenk ist der Verbrauch an Vitamin E erhöht, weil bei den Entzündungen im Gelenk vermehrt Sauerstoffradikale entstehen, die durch Vitamin E neutralisiert werden können. Allerdings werden die Vitamin-E-Moleküle dabei selbst oxidiert und inaktiviert. Das Vitamin muss erst durch andere Antioxidanzien wieder reduziert werden, um seine Eigenschaft als Antioxidant wiederzuerlangen. Auch leistet Vitamin E hochdosiert bei Gelenkschmerzen einen positiven Beitrag zur Reduzierung der Schmerzen bei Arthrose.

Welche Anwendungsform eignet sich am besten bei Arthrose?

Vitamin E ist wichtig für biochemische Vorgänge in den Membranen jeder einzelnen Körperzelle. Vitamin E wird nach seiner Aufnahme im Darm in der Leber aufbereitet und mithilfe eines speziellen Transportproteins in das Blut entlassen. Vitamin E benötigt das Transportprotein, weil es sich wegen seiner Fettlöslichkeit nicht im wässrigen Blutplasma lösen kann. Mit dem Blutstrom gelangt das Vitamin dorthin, wo es am dringendsten benötigt wird. Falls es gegen Arthrose eingesetzt werden soll, stehen andere Körpergewebe, die ebenfalls von einem Mangel an Vitamin E betroffen sind, in Konkurrenz mit der Synovialflüssigkeit.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass dem Körper hochdosiertes Vitamin E in relativ hoher Dosierung zugeführt werden muss, um sicherzustellen, dass das dringend in der betroffenen Gelenkkapsel benötigte Vitamin diese auch erreicht. Die gebräuchlichste Darreichungsform für Vitamin E sind Kapseln, die meist 400 mg Vitamin E enthalten. Einige Rheumatologen empfehlen die Einnahme von hochdosiertem Vitamin-E-Kapseln anstelle der mit teils unerwünschten Nebenwirkungen behafteten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Andere Fachärzte bevorzugen eine Kombination von Vitamin-E-Kapseln mit NSAR, wobei sie die Dosis der NSAR-Medikamente entsprechend reduzieren.

Um sicherzustellen, dass das Vitamin E möglichst zügig gegen die Arthrose und gegen die Gelenkschmerzen wirksam wird, besteht außer der systemischen noch eine andere Anwendungsform zur Disposition. Zur Ergänzung der Einnahme von hochdosiertem Vitamin E stehen mit Vitamin E angereicherte Cremes zur äußerlichen Anwendung zur Verfügung. Die Haut über dem schmerzenden Gelenk wird eingecremt, so dass ein Teil des Wirkstoffs durch die Haut in die Gelenkkapsel eindringen und dort seine antioxidative Wirkung direkt entfalten kann.

Vitamin E aus natürlicher Quelle wirksamer als synthetisch hergestelltes Vitamin E?

Hochdosiertes Vitamin E in Kapseln oder Cremes oder in Nahrungsergänzungsmitteln ist entweder natürlichen Ursprungs oder es wurde synthetisch hergestellt. Das synthetische Vitamin E besteht entweder aus Tocopherylacetat und entspricht damit einer Vorstufe des Vitamins oder aus einem sogenannten Racemat an alpha-Tocopherolen, einer Mischung aus verschiedenen Stereoisomeren, die unterschiedlich wirksam und zum Teil völlig unwirksam sind. Deshalb wird die Menge meist in Äquivalenten zu natürlichem Tocopherol angegeben. Die unterschiedliche Wirksamkeit kann durch entsprechende höhere Dosierung kompensiert werden. Tocopherylacetat hat für die Hersteller von Vitamin-E-Produkten den Vorteil, dass es chemisch stabil und lange haltbar sowie preisgünstig in der Herstellung ist.

Dennoch ist Vitamin E aus natürlicher Quelle vorzuziehen, weil es im Gegensatz zum künstlichen Vitamin E auch beta-, gamma- und delta-Tocopherole enthält, die zwar weniger stark wirksam sind, dafür aber andere Aufgaben im Stoffwechsel wahrnehmen können. Die Bandbreite der Wirksamkeit bei Gelenkschmerzen ist bei Vitamin E aus natürlicher Quelle deshalb größer und damit auch seine Wirksamkeit gegen Arthrose.

Fazit: Vitamin E zeigt Wirkung bei Arthrose

Vitamin E hilft mit seinen stark antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften bei der Behandlung einer Arthrose. Es trägt dazu bei, die Gelenkschmerzen zu reduzieren und den Gelenkknorpel langsam zu regenerieren. Für Gelenke wirkt eine ausreichende Konzentration von Vitamin E in der Gelenkflüssigkeit vorbeugend gegen Entzündungen und damit auch gegen Arthrose. Die Synovialflüssigkeit im Gelenk dient nicht nur dazu, die aufeinander gleitenden Knorpelschichten zu schmieren, sondern die Knorpelzellen auch mit Nährstoffen zu versorgen.

Während einige Fachärzte der Wirkung des Vitamins voll vertrauen und für die Behandlung der Arthrose ausschließlich Tocopherol empfehlen, ziehen andere Fachärzte eine kombinierte Behandlung mit Vitamin E und nichtsteroidalen Antirheumatika vor. Das Vitamin E sollte möglichst aus natürlicher Quelle stammen, weil natürliches Vitamin E noch weitere Stoffe wie Tocotrienole enthält und eine breitere Wirkung entfaltet als das synthetisch hergestellte Vitamin E, das ausschließlich alpha-Tocopherole enthält.

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