Vitamin E kann Fruchtbarkeitsstörungen entgegenwirken

Fruchtbarkeitsstörungen, die nicht auf organische Probleme zurückgeführt werden können, sind häufig diffus (unklar). Eine gezielte Therapie ist daher kaum möglich. Da die Konzentration von Vitamin E in den Hoden, in den Eierstöcken und in der Gebärmutter besonders hoch ist, stellt sich die Frage, ob hochdosiertes Vitamin E in diesen Fällen den Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch helfen kann.

Ursachen für eine Fruchtbarkeitsstörung

Fruchtbarkeitsstörung mit Vitamin E bekämpfen

Bei Frauen, die schwanger werden möchten, muss eine Reihe von Vorbedingungen erfüllt sein, damit es zu einer Schwangerschaft kommen kann. Auch die Zeugungsfähigkeit des Mannes ist von vielen Faktoren abhängig, die Einfluss auf die Spermaqualität und damit auf die Fertilität haben. Das bedeutet, dass bei unerfülltem Wunsch nach Schwangerschaft die Gründe für die Sterilität bei dem weiblichen oder beim männlichen Partner eines Paares liegen können. Falls eine organische Ursache gefunden wird, die eine Schwangerschaft vorübergehend oder dauerhaft verhindert, können entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.

Häufig sind bei unerfülltem Wunsch nach einer Schwangerschaft allerdings weder organische Probleme noch eklatante hormonelle Störungen diagnostizierbar, so dass keine gezielte medikamentöse Behandlung oder ein chirurgischer Eingriff helfen kann. Die Gründe für die Sterilität sind dann ein wenig diffus. Es besteht der Verdacht, dass ein ungünstiger Lebensstil beim Mann oder bei der Frau zu den auslösenden Faktoren zählt.

Ursachen für diffuse Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes

Zu den Hauptverdächtigen für Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes zählen neben einer ungünstigen Ernährung dauerhafte oder häufig wiederkehrende Stresssituationen. Beispielsweise kann die ständige Erreichbarkeit über moderne Kommunikationsmittel bereits zu einer dauerhaft erhöhten Konzentration von Stresshormonen führen. Der erhöhte Spiegel an Stresshormonen wirkt sich ungünstig auf Beweglichkeit und Fertilität der Samenzellen aus und erhöht die Zahl der Zellen mit DNA-Schäden.

Der Stoffwechsel wird durch die veränderte Hormonsituation ständig auf kurzfristig abrufbare Höchstleitung getrimmt. Die normalerweise sich anschließenden Regenerations- und Wachstumsphasen kommen zu kurz. Auch andere Faktoren wie zu eng ansitzende Unterwäsche oder eine häufig eingeschaltete Sitzheizung im Auto stehen im Verdacht, beim Mann eine Fertilitätsstörung zu verursachen. Sie führen zu einer erhöhten Temperatur der Hoden, was sich sehr ungünstig auf ihre Funktion als Produzent der Samenzellen auswirkt. Optimal ist eine Temperatur von etwa 34 Grad Celsius. Auch ein Mangel an Vitamin E kann zu Qualitätseinbußen bei den Samenfäden führen.

Ursachen für diffuse Fruchtbarkeitsstörungen der Frau

Der weibliche Zyklus wird wesentlich durch die Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron gesteuert. Progesteron, auch als Gelbkörperhormon bezeichnet, wird verstärkt in der zweiten Zyklushälfte von dem Follikel, in dem das Ei gereift ist, produziert. Die Reste des Follikels entwickeln sich unter der Regie des LH-Hormons zum Gelbkörper, der das Progesteron produziert. Progesteron ist besonders wichtig zur Vorbereitung der Gebärmutter auf das befruchtete Ei, das sich dort nach der Befruchtung durch eine männliche Samenzelle zu Beginn der Schwangerschaft einnisten muss.

Auch bei Frauen kann eine ungesunde Lebensweise wie unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen, Rauchen, exzessiver und regelmäßiger Alkoholkonsum sowie häufige und anhaltende Stresssituationen in den komplexen, hormonell gesteuerten Regelmechanismus, eingreifen und eine Fruchtbarkeitsstörung verursachen. Zu den Verursachern einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit zählt auch eine Unterversorgung mit Vitamin E.

Wirkung von Vitamin E bei Fruchtbarkeitsstörungen

Vitamin E galt bei seiner Entdeckung und erstmaligen Isolierung als Fruchtbarkeitshormon, weil es im Tierversuch deren Fertilität steigerte. Auch der Name Tocopherol deutet auf eine die Fruchtbarkeit fördernde Wirkung hin, denn Tocopherol ist aus den altgriechischen Begriffen für Geburt und tragen oder bringen abgeleitet. Vitamin E wirkt in einer seiner wichtigsten Eigenschaften als effektives Antioxidans. Hochdosiertes Vitamin E aus natürlicher Quelle trägt dazu bei, oxidative Stressschäden zu verhindern oder zu beseitigen. Das gilt sowohl für eine Verbesserung der Spermienqualität als auch für eine Verbesserung der Progesteron-Produktion nach dem Eisprung. Vitamin E sorgt auch für eine Verringerung der DNA-Schäden in den Samenzellen.

Einen indirekten Hinweis auf die positive Wirkung von Vitamin E auf die Fruchtbarkeit liefert die Tatsache, dass sich die höchste Konzentration von Vitamin E im menschlichen Körper unter anderem in Hoden, Eierstöcken und der Gebärmutter findet. Ein direkter Hinweis auf die positiven Effekte von Vitamin E auf die Fertilität findet sich in einer von chinesischen Wissenschaftlern durchgeführten Metaanalyse, die auf fünf unabhängigen Studien basiert. Eine Schwangerschaft stellte sich bei Paaren mit Kinderwunsch signifikant schneller ein, wenn beide Partner hochdosiertes Vitamin E konsumierten.

Fazit: Vitamin E verringert Furchtbarkeitsstörungen bei Frau und Mann

Wenn weder beim Mann noch bei der Frau eines Paares mit unerfülltem Kinderwunsch keine organischen Gründe für eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegen, können die diffusen Störungen durch häufige und anhaltende Stresssituationen verursacht werden. Die Stressphasen wirken sich negativ auf die Spermienqualität aus und auf die Funktion des weiblichen Gelbkörperhormons Progesteron. Dadurch wird dem befruchteten Ei die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut erschwert. Hochdosiertes Vitamin E wirkt sich in diesen Fällen positiv auf die Spermienqualität aus und auf die Synthese des Progesterons. Insgesamt verkürzt sich für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch der Zeitraum bis es zur Schwangerschaft kommt.

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