Diese Nebenwirkungen können bei Vitamin C auftreten

Bei der Einnahme sehr großer Mengen an Vitamin C können als Zeichen einer Überdosierung unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Ab welcher Tagesdosis die Symptome beobachtet werden, hängt von dem individuellen Zustand des Betroffenen ab. Wenn es nach der Einnahme eines Ascorbinsäure Präparats zu Durchfall oder anderen Verdauungsproblemen kommt, sprechen Mediziner von einer Überdosis. Bei der Untersuchung von mehr als 9.000 Patienten stellte der amerikanische Arzt Robert F. Cathcart fest, dass bei gesunden Menschen Nebenwirkungen erst nach einer oralen Einnahme von 4 bis 15 Gramm Vitamin C am Tag auftreten.

Patienten, die an einer schweren Erkältung oder einer Lungenentzündung leiden, können zwischen 100 und 200 Gramm Ascorbinsäure einnehmen, bevor sich Beschwerden bemerkbar machen. Die maximale Tagesdosis, die keine Nebenwirkungen hervorruft, wird von Dr. Cathcart als Darmtoleranz (bowel tolerance) bezeichnet.

Kann ein Vitamin C Überschuss zu einer Vergiftung oder einem Schock führen?

Einige Anwender fragen sich, ob ein zu viel an Ascorbinsäure schädlich ist und gefährliche Nebenwirkungen oder Spätfolgen nach sich zieht. Kann eine Allergie oder eine Unverträglichkeit auftreten? Vitamin C zählt zu den natürlichen Antihistaminika. Der wertvolle Vitalstoff ist in der Lage, das Gewebshormon Histamin abzubauen, das als Auslöser von allergischen Reaktionen gilt. Somit wirkt Ascorbinsäure der Entstehung von Allergien entgegen. Vor mehr als 80 Jahren haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass Vitamin C sogar einen anaphylaktischen Schock verhindern kann.

Bei verschiedenen Krankheiten verabreichen Heilpraktiker und naturheilkundlich orientierte Ärzte Ascorbinsäure per Spritze oder Infusion. Bei Krebserkrankungen kommt häufig – begleitend zur Chemotherapie – eine Vitamin C Infusion in Form einer Hochdosistherapie zum Einsatz. Obwohl ein großer Überschuss verwendet wird, sind bisher keine schweren Nebenwirkungen wie eine Vergiftung oder eine Allergie auf Ascorbinsäure aufgetreten. Langzeit Anwendungen belegen eindeutig, dass Vitamin C auch in sehr hohen Dosen nicht schädlich ist.

Nebenwirkungen von Vitamin C

Vitamin C - Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Körperreaktionen werden nach der Einnahme von Ascorbinsäure beobachtet? Wer zu viel Vitamin C zu sich nimmt, sollte mit dem Auftreten vorübergehender Nebenwirkungen rechnen. Ab einer täglichen Zufuhr von 3 bis 4 Gramm kann es zu Problemen mit der Verdauung kommen. Die Beschwerden äußern sich oft als breiiger Stuhl oder in Form von Durchfall. Bei extrem hohen Dosierungen klagen die Betroffenen zusätzlich über Bauchkrämpfe und Übelkeit. Aufgrund der Übersäuerung treten bei empfindlichen Menschen nicht selten Magenschmerzen auf.

Um die Verträglichkeit zu erhöhen, empfiehlt sich die Einnahme von Ascorbat Pulver. Präparate mit Natrium- oder Kalziumascorbat sind magenfreundlich und können problemlos eingenommen werden. Vitamin C ist wasserlöslich, sodass ein Überschuss bei gesunden Menschen schnell über die Nieren ausgeschieden wird. Wer unter Nierenschäden oder Funktionsstörungen der Nieren leidet, sollte hingegen vorsichtig sein. Aufgrund der vermehrten Bildung von Oxalsäure drohen nach Ansicht von Schulmedizinern als gefährliche Komplikation Nierensteine.

Obwohl viele Heilpraktiker bezweifeln, dass Nierensteine durch Vitamin C entstehen, ist trotzdem Vorsicht geboten. Personen, die bereits Nierensteine hatten, sollten vor der Einnahme von Ascorbinsäure mit dem Hausarzt Rücksprache halten. Ein zu viel an Vitamin C kann bei Menschen mit Eisenverwertungsstörungen (Hämosiderose, Thalassämie, Hämochromatose) zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führen. Das Gleiche gilt für Patienten mit Reizdarmsyndrom und Leberentzündung (Hepatitis).

Was kann man tun, wenn Nebenwirkungen auftreten? Kommt es nach der Einnahme zu Durchfall oder anderen Verdauungsstörungen, sollten Betroffene ihre Vitamin C Präparate für ein oder zwei Tage nicht mehr anwenden. Da sich die Verträglichkeit von Ascorbinsäure bei einer geringeren Dosierung verbessert, ist eine Verminderung der täglichen Einnahmemenge ratsam. Wenn erneut Beschwerden auftreten, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Allergie auf Zusatzstoffe in Tabletten, Brausetabletten und Kapseln

In unserer modernen Gesellschaft leiden zahlreiche Menschen an Allergien. Die Bandbreite der Symptome reicht von Schnupfen, tränenden Augen, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria) bis zu Beschwerden mit der Verdauung. Im Gegensatz zu einer Allergie ist bei einer Unverträglichkeit (Pseudoallergie) die aufgenommene Dosis entscheidend. Wer von einem belastenden Stoff zu viel zu sich nimmt, kann Symptome wie Hautausschlag oder Durchfall entwickeln. Nicht immer sind die Beschwerden eindeutig, sodass die Unverträglichkeit in vielen Fällen unerkannt bleibt.

Da ein Pulver aus reinem Vitamin C besteht, ist diese Darreichungsform in der Regel am besten verträglich. Ascorbinsäure Kapseln, Tabletten oder Brausetabletten enthalten häufig Farbstoffe, Trennmittel und andere Hilfsstoffe, die bei empfindlichen Menschen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen können. Allergiker sollten besonders darauf achten, ob nach der Einnahme von 1 bis 2 Gramm Vitamin C am Tag bereits Verdauungsprobleme auftreten. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll, auf eine andere Darreichungsform umzusteigen.

Fazit: Die Nebenwirkungen von Vitamin C sind vorübergehend und in der Regel harmlos

Gesunde Menschen können bis zu 3 Gramm Vitamin C am Tag einnehmen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Bei einer Überdosierung kommt es oft zu Durchfällen, Übelkeit oder Magenkrämpfen. Die Beschwerden treten vorübergehend auf und verschwinden nach dem Absetzen des Ascorbinsäure Präparats wieder. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte gepuffertes Vitamin C verwenden. Kalzium- und Natriumascorbat sind magenfreundlich und beugen einer Übersäuerung des Magens vor. Die Zusatzstoffe in Tabletten oder Kapseln können allergieähnliche Symptome auslösen. Bei Pseudoallergien kommt es manchmal zu einem Juckreiz durch Farbstoffe und Konservierungsmittel.

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