Mögliche Nebenwirkungen von Vitamin B12

Einige Nahrungsergänzungsmittel enthalten Vitamin B12 hochdosiert. Deshalb sind manche Anwender unsicher und haben Bedenken, dass sie zu viel Cobalamin aufnehmen. Führen höhere Dosen an Vitamin B12 zu Nebenwirkungen? Obwohl eine Überdosierung des wertvollen Vitalstoffs nicht möglich ist, können nach der Einnahme unerwünschte Symptome auftreten. Sie kommen allerdings nur selten vor und gehen nach dem Absetzen des Medikaments wieder zurück.

Wann können Nebenwirkungen von Vitamin B12 auftreten?

Vitamin B12 Nebenwirkungen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt die aktuellen Referenzwerte für Männer und Frauen mit vier Mikrogramm (µg) Vitamin B12 an. Wer regelmäßig Fisch und Schweineleber verzehrt, erreicht schnell wesentlich größere Mengen. Bei einer Mahlzeit, die 100 Gramm Leber enthält, nimmt der Körper zehn Mal so viel Cobalamin auf, wie von der DGE empfohlen wird. Durch moderne Vitamin B12 Präparate führen Konsumenten am Tag bis zu 5.000 Mikrogramm des lebensnotwendigen Vitalstoffs zu. Rein rechnerisch entspricht das der 1.250-fachen Menge des Referenzwerts der DGE für Erwachsene.

Auf den ersten Blick wirkt diese Zahl unglaublich hoch. Da sich die Angaben jedoch nicht auf die Resorption von Vitamin B12 im Darm beziehen, sind sie irreführend. Dem menschlichen Körper stehen zwei effektive Kontrollmechanismen zur Verfügung, um die Aufnahme zu regulieren: die Darmschleimhaut und das Transportmolekül Intrinsic Factor. Dadurch gelangt nur ein geringer Teil des Cobalamins aus der Nahrung oder einem Nahrungsergänzungsmittel ins Blut. Darüber hinaus scheidet unser Organismus überschüssige Mengen an Vitamin B12 umgehend mit dem Urin aus.

Somit lässt sich eine schädlich hohe Blutkonzentration nicht mit Lebensmitteln, Tabletten oder Kapseln erreichen. In seltenen Einzelfällen wurden Nebenwirkungen von Vitamin B12 nach einer Infusion in die Vene oder einer intramuskulären Injektion des Vitalstoffs beobachtet. Bei einigen Patienten traten Hautprobleme rund um die Einstichstelle auf. Bei empfindlichen Menschen kommt es bisweilen zu Ekzemen oder einer Urtikaria (Nesselsucht). Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler nimmt an, dass es sich dabei um eine überschießende Reaktion des Immunsystems handelt.

Mehrere Ärzte berichten über das Auftreten von Übelkeit, Schwindel und Hitzewallungen. Ob diese Symptome dem Cobalamin zuzuschreiben sind, ist allerdings umstritten. Die meisten Therapeuten vermuten, dass die unerwünschte Wirkung von den Konservierungsstoffen ausgeht, die dem Präparat zugesetzt werden. Aus bisher unbekannten Gründen kann hochdosiertes Vitamin B12 in Form einer Injektion gelegentlich zu einem anaphylaktischen Schock führen, der schwersten Form einer Allergie.

In Internet-Foren weisen manche Teilnehmer auf eine Gewichtszunahme nach der Spritzenkur mit Vitamin B12 hin. Da dieses Phänomen nicht zu den bekannten Nebenwirkungen des Vitalstoffs zählt, gibt es zahlreiche Spekulationen über die Ursache. Eine wenig bekannte Folge des Vitamin B12 Mangels stellt die Abnahme des Körpergewichts dar. Deshalb erscheint es plausibel, dass sich der Stoffwechsel nach der Beseitigung der Mangelsituation normalisiert und dadurch eine Gewichtszunahme auftritt.

Kann Vitamin B12 Akne auslösen?

Bei einigen Personen traten Pickel sowie entzündliche Hautveränderungen während einer Vitamin B12 Therapie auf, als sie hochdosiert verabreicht wurde. Die Hautprobleme zeigten sich sowohl nach der Einnahme von Vitamin B12 Tabletten oder Kapseln als auch nach der Gabe einer Spritze. Mehrere Akne-Patienten klagten darüber, dass sich ihr Hautbild durch die Kur verschlechterte.

Für dieses Phänomen gibt es vier unterschiedliche Erklärungsansätze:

Wenn sich plötzlich die Konzentration an Cobalamin im Körper stark erhöht, können einer oder mehrere dieser Prozesse ablaufen. Die Folge ist eine zunehmende Entzündungsneigung, die bei den Betroffenen zur Entstehung beziehungsweise Verschlimmerung von Akne führt. Was lässt sich dagegen unternehmen? Neben Vitamin B12 steht auch Vitamin B6 im Verdacht, Hauterkrankungen zu verstärken. Wer zu Pickeln und unreiner Haut neigt, sollte generell vorsichtig mit B-Vitaminen sein. Problematisch sind dabei vor allem Spritzenkuren.

Als Gegenmaßnahmen kommen zwei mögliche Strategien infrage:

Nebenwirkungen nach der Anwendung von Vitamin B12 Kapseln oder Tabletten

Während der letzten Jahrzehnte wurde die Wirkung Vitamin B12 haltiger Nahrungsergänzungsmittel intensiv erforscht. Selbst bei extrem hohen Dosierungen traten nur in seltenen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen auf. Aus diesem Grund haben weder das Gesundheitsministerium der USA noch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Maximalwerte für die tägliche Einnahme festgelegt. Personen mit Hautproblemen sollten trotzdem keine Dosierungen wählen, die deutlich erhöht sind. Ist denn ein zu viel an Vitamin B12 für die meisten Anwender nicht schädlich?

Theoretisch könnte jeder Mensch unbegrenzte Mengen des lebenswichtigen Vitalstoffs über Nahrungsmittel und Präparate zuführen, ohne gefährliche Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Nach heutigem Erkenntnisstand brauchen auch Schwangere und stillende Mütter keine Angst vor einer möglichen Überdosierung zu haben. Als einzige Ausnahme gilt das synthetisch hergestellte Cyanocobalamin. Wer ein Präparat mit diesem Wirkstoff einnimmt, sollte vorsichtig sein. Wenn unser Organismus Cyanocobalamin mithilfe von Enzymen umbaut, fallen Spuren von Cyanid an. Einige Personen vertragen selbst diese geringen Mengen nicht und klagen über Hautveränderungen sowie verschiedene andere Beschwerden.

Fazit: In Einzelfällen kann es bei einer Vitamin B12 Therapie zu Nebenwirkungen kommen

Natürliches Vitamin B12 ist auch in extrem hohen Dosen gut verträglich und verursacht nur selten Symptome. Neben vegetativen Körperreaktionen wie Übelkeit, Hitzewallungen und Schwindel klagen Betroffene manchmal über Hautprobleme oder eine Verschlechterung der Akne. Diese Nebenwirkungen treten vor allem dann auf, wenn Cobalamin mit einer Spritze verabreicht wird. In seltenen Fällen kommt es dabei zu einem anaphylaktischen Schock, der sofortige Notfallmaßnahmen erfordert. Um dieses Risiko auszuschalten, setzen die meisten Ärzte und Heilpraktiker heutzutage Vitamin B12 Tabletten oder Kapseln für die Behandlung ein.

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