Vitamin B12 Hautcreme bei Schuppenflechte und Neurodermitis

Seit vielen Jahren setzen Naturheilärzte und Heilpraktiker Vitamin B12 bei Patienten mit Hauterkrankungen ein. Wer unter Schuppenflechte oder Neurodermitis leidet, kann den wertvollen Vitalstoff zusätzlich in Form einer Salbe auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

Wirkung von Vitamin B12 bei Hautkrankheiten

Bei Neurodermitis-Patienten kommt es zu entzündlichen Vorgängen der Oberhaut, die schubweise auftreten. Darüber hinaus ist die natürliche Barrierefunktion gestört, sodass Krankheitserreger, Allergene und andere Stoffe leichter in tiefere Hautschichten gelangen können. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, muss das Immunsystem aktiv werden. Bei Neurodermitikern sind deshalb bestimmte weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) in größerer Zahl zu finden. Die erhöhte Aktivität der körpereigenen Abwehr bewirkt eine zunehmende Produktion von Entzündungsfaktoren (Zytokinen), die ihrerseits die Herstellung des Biomoleküls Stickstoffmonoxid ankurbeln.

Gasförmiges Stickstoffmonoxid sorgt für eine Erweiterung der Blutgefäße, dient als Botenstoff (Neurotransmitter) und ist an der körpereigenen Abwehr von Bakterien beteiligt. Chemisch betrachtet stellt das Biomolekül ein Radikal dar, das nach durchschnittlich drei bis vier Sekunden einem anderen Teilchen ein Elektron entreißt. Dadurch entstehen kontinuierlich freie Radikale, die körpereigene Gewebe und Strukturen schädigen. Im Gegensatz zu oxidativem Stress, der durch Sauerstoffradikale hervorgerufen wird, bezeichnen Biochemiker diese Art der Belastung als nitrosativen Stress.

Unser Organismus verfügt über einen effektiven Kontrollmechanismus, der die negative Wirkung des Stickstoffmonoxid-Radikals umgehend neutralisiert. Bei diesem Vorgang spielt Vitamin B12 eine Schlüsselrolle. Wissenschaftliche Studien belegen, dass bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte eine stark erhöhte Aktivität von Stickstoffmonoxid zu verzeichnen ist. Da die Betroffenen einen deutlich größeren Vitalstoffbedarf haben, lohnt sich eine Nahrungsergänzung mit hochdosiertem Vitamin B12.

Hautcreme mit Vitamin B12 gegen Neurodermitis und Schuppenflechte

Vor zehn Jahren löste eine Vitamin B12 haltige Salbe einen wahren Hype in den Medien aus. In dem Dokumentarfilm „Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern“ verkündete die ARD große Heilungserfolge des Naturstoffs Cobalamin bei Neurodermitis und Schuppenflechte. Als Alternative zu Kortison sei die Vitamin B12 Hautcreme seit Jahren erprobt. Ihre Zulassung würde aber von der Pharmaindustrie verhindert, um keine Umsatzeinbußen bei den eigenen Medikamenten zu erleiden.

Unmittelbar nach der ARD-Sendung wandten sich zahlreiche Patienten an die Herstellerfirma oder verlangten in der Apotheke nach dem neuen Wundermittel. Kritiker sahen in dem Dokumentarfilm eine Schleichwerbung zugunsten des Vitamin B12 Präparats und verurteilten öffentlich die Art der Berichterstattung. Als Folge des Skandals wurde der verantwortliche Redakteur entlassen und der Produzent musste den Markennamen ändern. Heutzutage gibt es die Vitamin B12 Creme in Apotheken und Onlineshops unter einer anderen Bezeichnung. Neben dem Wirkstoff enthält das Mittel verschiedene Konservierungsmittel und Emulgatoren.

Wer die rosa Salbe ohne künstliche Zusatzstoffe kaufen möchte, kann sie in jeder gut sortierten Apotheke herstellen lassen. Interessenten benötigen dazu kein Rezept von einem Arzt oder Heilpraktiker. Die Originalrezeptur ist im Internet verfügbar und darf von jedem Apotheker verwendet werden. 100 Gramm der Hautcreme beinhalten:

Die Wirkung von Vitamin B12 Creme wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen

In den letzten beiden Jahrzehnten führten Hautärzte mehrere Forschungsarbeiten mit cobalaminhaltigen Salben bei Neurodermitis und Schuppenflechte durch. Anschließend veröffentlichten sie ihre Ergebnisse in namhaften Fachzeitschriften. Um die Wirkung eines Medikaments zu bestimmen, wird bei wissenschaftlichen Studien eine sogenannte Placebokontrolle vorgenommen: Die Hälfte der Teilnehmer erhielt in diesem Fall eine Hautcreme ohne Wirkstoff, der Rest der Probanden verwendete die Vitamin B12 Salbe. In manchen Studien testeten die Forscher zusätzlich gängige Mittel, die bei entzündlichen Hauterkrankungen zum Einsatz kommen.

Die Resultate der Forschungsarbeiten belegen, dass eine äußerliche Anwendung von Vitamin B12 die Symptome bei Schuppenflechte und Neurodermitis verbessern kann. Auch im Vergleich mit anderen Medikamenten erwies sich die Creme als ebenbürtig. Wie nicht anders zu erwarten, riefen die positiven Ergebnisse umgehend Kritiker auf den Plan. Diese bemängelten das Studiendesign, die zu geringe Anzahl an Teilnehmern und die enge Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma. Zweifellos hat die Kritik ihre Berechtigung.

Allerdings ist es bei Medikamentenstudien keineswegs unüblich, die Forschungsarbeiten nicht nach strengsten wissenschaftlichen Kriterien und mit hohen Patientenzahlen durchzuführen. Diese Ansprüche gelten für Arzneimittelzulassungen und sind entsprechend kostspielig. Kleine Pharmafirmen verfügen in der Regel nicht über die Mittel, um derart anspruchsvolle Studien zu finanzieren. Trotzdem gab der Hersteller der Vitamin B12 Salbe eine wissenschaftliche Studie nach höchsten Standards in Auftrag.

Im Jahr 2004 führten Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum unter Leitung von Professor Markus Stücker eine multizentrische, randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit insgesamt 49 Neurodermitis-Patienten durch. Während eines Zeitraums von acht Wochen trugen die Probanden zwei Mal täglich eine Vitamin B12 haltige Creme oder ein Plazebo auf die betroffenen Hautstellen auf. Anschließend bestimmten die Forscher das Therapieergebnis anhand des sogenannten Neurodermitis-Scores (SASSAD-Score).

Bei den Patienten, die die Vitamin B12 Salbe verwendeten, verbesserten sich die Symptome deutlich. Leider ist auch die Teilnehmerzahl von 49 zu gering, um die Wirksamkeit von Cobalamin bei Neurodermitis zweifelsfrei nachzuweisen.

Werden Menschen mit Hautkrankheiten durch eine Vitamin B12 haltige Creme tatsächlich gesund?

Im Internet gibt es unterschiedliche Erfahrungen von Neurodermitikern und Personen mit Schuppenflechte, die eine Vitamin B12 Salbe ausprobiert haben. Manche Anwender schwärmen in den höchsten Tönen, während sich andere Patienten über den ausbleibenden Erfolg beschweren. In einigen Fällen wird sogar von einer Verschlechterung der Symptome berichtet. Diese Ergebnisse überraschen naturheilkundlich arbeitende Ärzte und Heilpraktiker nicht, da die Gesundheit der Haut von vielen Faktoren abhängt.

Bei schweren Fällen von Neurodermitis oder Schuppenflechte reicht es häufig nicht aus, nur eine Hautcreme anzuwenden. Wenn ein Mangel an Vitamin B12 und anderen B-Vitaminen vorliegt, ist eine Nahrungsergänzung mit Tabletten oder Kapseln erforderlich. Damit die Betroffenen wieder gesund werden, müssen die Therapeuten weitere naturheilkundliche Behandlungen durchführen. Dazu zählen: eine Entgiftung des Körpers, eine Darmsanierung und die Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts.

Fazit: Vitamin B12 kann die Gesundheit der Haut wiederherstellen

Salben mit Cobalamin sind in der Lage, die Symptome von entzündlichen Hauterkrankungen zu lindern. Wenn diese Naturprodukte regelmäßig angewendet werden, können sich trockene oder entzündete Hautstellen regenerieren. Ein Wundermittel ist die Creme allerdings nicht. In schweren Fällen kommen in erster Linie schulmedizinische Medikamente infrage. Trotzdem kann bei Schuppenflechte und Neurodermitis ein Therapieversuch mit einer Vitamin B12 haltigen Hautcreme nicht schaden.

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